Stromklau

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Stromklau - Infos und Rechtsberatung

Der Begriff "Stromklau" (oder Stromentwendung) gehört juristisch gesehen zum Strafrecht.

Man versteht darunter die rechtswidrige Entziehung elektrischer Energie mittels eines "Leiters". Ein Leiter ist jeder Körper, der aufgrund seiner Beschaffenheit in der Lage ist, elektrische Energie aufzunehmen und weiterzugeben. Wichtig ist, dass die elektrische Energie mit der Absicht entwendet wird, sie sich selbst oder einer anderen Person zuzueignen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn mittels eines Kabels Strom aus dem Stromkreis des Nachbarn "abgezapft" wird. Geregelt ist dies in § 248c Strafgesetzbuches (StGB) als Entziehung elektrischer Energie.
Es handelt sich bei der Strafnorm um ein dem Diebstahl nachgebildeter Tatbestand. Beim Diebstahl ist die Wegnahme einer fremden Sache strafrechtlich normiert. Als Sache gelten im strafrechtlichen Sinne nur körperliche Gegenstände, wobei es auf deren Aggregatzustand nicht ankommt. So fallen Flüssigkeiten oder Gase unter den Sachbegriff, wenn sie ein gesondertes, abgrenzbares Dasein darstellen (RGSt 29, 111; 32, 165). Elektrische Energie ist aber nach herrschender Meinung keine Sache, sondern eine Bewegung von Ladungsträgern (RGSt 32, 165). Wegen der fehlenden Sacheigenschaft bei der elektrischen Energie und der verbotenen Analogie zum Tatbestand des Diebstahls gem. § 243 StGB wurde diese Lücke durch die Schaffung des § 248c StGB geschlossen. Der Strom ist für den Täter fremd, wenn ihm keine Befugnis zur Entnahme zusteht. Zueignungsabsicht besteht, wenn er den Stromverbrauch für sich oder einen Dritten ermöglicht (OLG Celle MDR 69, 597). Das Strafmaß beträgt Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder Geldstrafe.

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