Ladendiebstahl

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Ladendiebstahl ist eine besondere Erscheinungsform des Diebstahls (ohne ein eigener Straftatbestand zu sein), bei welcher der Täter unter Ausnutzung der Unauffälligkeit normaler Kunden eines Warenhauses oder Einzelhandelsgeschäftes Waren stiehlt, bei denen es sich häufig um geringwertige und leicht zu transportierende Gegenstände handelt.

Nach dem herrschenden Wegnahmebegriff des Diebstahls gemäß § 242 StGB ist stets die Begründung neuen tätereigenen Gewahrsams erforderlich, sodass die Sache derart in den Herrschaftsbereich des Täters gelangt sein muss, dass die Gewaltausübung über den Gegenstand einigermaßen gesichert vorgenommen werden kann.

Bei kleinsten Gegenständen wird dies bereits durch das Ergreifen, bei mittleren Gegenständen durch das Einstecken (z.B. in Jackentasche o.ä.) und schließlich bei großen Gegenständen durch das Verlassen des Machtbereichs des Opfers (Verlassen des Geschäfts) der Fall sein. Die Rechtsprechung geht davon aus, dass der Gewahrsamsbruch auch durch dessen Beobachtung beim Ladendiebstahl (z.B. Kaufhausdetektiv) nicht entfällt. Soweit sich der Ladendiebstahl wie häufig nur auf geringwertige Gegenstände bezieht, besteht grds. Antragserfordernis des Verletzten für die Strafverfolgung gemäß § 248 a StGB.

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