Bewährungshilfe

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Bewährungshilfe - Infos und Rechtsberatung

Im Auftrag des Gerichts steht die Bewährungshilfe helfend und betreuend der Lebensführung des Bewährungsprobanden zur Seite und überwacht auch die Erfüllung der Auflagen und Weisungen.

Bewährung im strafrechtlichen Sinne bedeutet das faktische Nichtvollstrecken des rechtskräftig festgestellten staatlichen Strafanspruches aufgrund besonderer Umstände des Falles.

Nach § 56 Abs. 1, Abs. 3 Strafgesetzbuch (kurz: StGB) erfolgt bei einer Freiheitsstrafe unter 6 Monaten bei einer günstigen Sozialprognose zwingend ein Vollstreckungsausschluss; beim Täter muss die Wahrscheinlichkeit bestehen, dass er zukünftig straffrei bleibt.

Bei einer Freiheitsstrafe zwischen 6 Monaten und 1 Jahr erfolgt grundsätzlich eine Strafaussetzung zur Bewährung, wenn nicht die Verteidigung der Rechtsordnung eine Vollstreckung gebietet.

Bei einer Freiheitsstrafe von mehr als 1 Jahr bis zu 2 Jahren kommt nach § 56 Abs. 2 StGB eine Vollstreckungsaussetzung nur dann in Betracht, wenn eine günstige Sozialprognose vorliegt, die Verteidigung der Rechtsordnung eine Vollstreckung nicht gebietet und darüber hinaus bei einer Gesamtwürdigung von Tat und Täterpersönlichkeit besondere Umstände vorliegen.

Die Bewährung soll dem Verurteilten insbesondere die Möglichkeit der Resozialisierung unter gleichzeitiger Androhung der Vollstreckung der Strafe für den Fall der Rückkehr in die Kriminalität geben.

Die Betreuung der Probanden erfolgt unter Berücksichtigung der persönlichen Vorgeschichte, kriminologischer und allgemein gültiger gesellschaftlicher Aspekte. In der Praxis kommt dem Bewährungshelfer eine große Bedeutung zu, denn von seinem Bericht hängt oft die Frage ab, ob eine Bewährung widerrufen wird.

Weiteres hierzu erfahren Sie von den Kooperationsanwälten der Deutschen Anwaltshotline!


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