Auftragsmord

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Auftragsmord - Infos und Rechtsberatung

Auftragsmord ist so kein juristischer Begriff. Damit ist vielmehr gemeint, dass der Täter im Auftrag oder korrekt durch Anstiftung handelt, also mit Wissen und Einverständnis eines Dritten.

Mord ist ein Verbrechen, welches nach § 211 Abs. 1 StGB (Strafgesetzbuch) mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet wird. Jemand begeht einen Mord, wenn er einen anderen Menschen tötet und dabei ein in Abs. 2 normiertes Mordmerkmal verwirklicht, nämlich aus einem besonders verwerflichen Beweggrund (Gruppe 1) oder auf eine besonders verwerfliche Art und Weise (Gruppe 2) oder zu einem besonders verwerflichen Zweck (Gruppe 3) handelt. Die Vollstreckung kann gemäß § 57a Abs. 1, § 57b StGB nach Verbüßung von 15 Jahren und bei Einwilligung des Verurteilten ausgesetzt werden, wenn nicht dessen besondere Schwere der Schuld eine weitere Vollstreckung erfordert. Wenn die Prognosevoraussetzungen der besagten Rechtsnormen erfüllt sind und eine besonders schwere Schuld verneint wird, muss die Vollstreckung nach 15 Jahren ausgesetzt werden (BVerfG StV 1993, 598). Im Schnitt ist mit einer Entlassung nach 17- 19 Jahren zu rechnen, wenn eine positive Sozialprognose bei fehlender Gefährlichkeit für die Allgemeinheit angenommen werden kann. Bei einem Auftragsmord kann das Gericht - bei entsprechender Sachlage - auch die besondere Schwere der Schuld des Ausführenden und oder des Auftraggebers (Anstifters) feststellen. Dadurch kann der Verurteilte unter Umständen nie, kaum jedoch vor Ablauf von 23 bis 25 Jahren mit einer Entlassung rechnen.

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