Amtsanmaßung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Amtsanmaßung - Infos und Rechtsberatung

Der strafrechtlich relevante Tatbestand der Amtsanmaßung ist in § 132 StGB (Strafgesetzbuch) geregelt und wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren bestraft.

Eine Amtsanmaßung im Sinne des § 132 StGB begeht, wer sich unbefugt mit der Ausübung eines öffentlichen Amtes befasst. Denkbar sind hier zum Beispiel Fälle von Personen, die sich als Polizeibeamte ausgeben und Angaben zu Personalien verlangen.
Ebenso strafbar ist, auch ohne die Vorgabe eine Amtsperson zu sein, unbefugt eine Handlung vorzunehmen, die nur kraft eines Amtes vorgenommen werden darf (beispielsweise eine Durchsuchung).

Hierbei ist zu erwähnen, dass der Tatbestand der Amtsanmaßung häufig tateinheitlich (§ 52 StGB) mit anderen Delikten (wie Betrug, Erpressung oder auch Diebstahl) erfüllt wird. Dem Delikt der Amtsanmaßung ähnlich ist der Tatbestand des Unbefugten Uniformtragens, der in § 132a StGB normiert ist.

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