Regelbesteuerung - Infos und Rechtsberatung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Unter Regelbesteuerung versteht man im Bereich der Umsatzsteuer zweierlei:
Einmal betrifft dies das Besteuerungsverfahren selber. Danach ist im Regelbesteuerungsverfahren der Unternehmer verpflichtet die Umsatzsteuerschuld (oder ggf. -forderung) in einer Steuervoranmeldung selber zu berechnen, diese beim Finanzamt anzumelden und zu bezahlen (bzw. im Fall der -forderung bekommt er diese erstattet).

Das Gegenstück zur Regelbesteuerung ist die sog. Kleinunternehmerregelung. Als Kleinunternehmer bei einem Umsatz bis EUR 17.500,00 im Vorjahr und unter EUR 50.000,00 im laufenden Jahr, unterfällt man auf Antrag nicht der Regelbesteuerung, sondern wird unter Ausschluss vom Vorsteuerabzug insgesamt nicht der Umsatzsteuer unterworfen. D.h. der betreffende Unternehmer muss keine Umsatzsteuervoranmeldung durchführen, darf keine Umsatzsteuer in seinen Rechnungen ausweisen und ist dafür aber auch nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Zum zweiten gibt es zwei Umsatzsteuersätze: den Regelsteuersatz zu 19% und den ermäßigten Steuersatz zu 7%. (Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 gilt ein reduzierter Regelsteuersatz zu 16 % und ein ermäßigter Steuersatz zu 5 %.)

Welche Leistung unter welchen Steuersatz einzuordnen ist, ergibt sich aus § 12 UStG.

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