Erhöhung Einheitswert

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Erhöhung Einheitswert - Infos und Rechtsberatung

Der Einheitswert ist für mehrere Steuerarten Anknüpfungspunkt, so bspw. für die Grundsteuer, die Gewerbesteuer, die Erbschaftssteuer und die Grunderwerbssteuer.

Festgestellt werden Einheitswerte gem. § 19 Abs. 1 Bewertungsgesetz für inländischen Grundbesitz, konkret für Grundstücke, land- und forstwirtschaftliches Vermögen und für Betriebsgrundstücke.
Die Feststellung der Einheitswerte erfolgt durch gesonderten Feststellungsbescheid des Finanzamtes.
Dieser ist Grundlagenbescheid für die späteren eigentlichen Steuerbescheide wie bspw. den Grundsteuerbescheid, und muss daher selbst mit Rechtsmitteln angefochten werden, um nicht Bestandskraft zu erlangen.

Die Einheitswertfeststellung erfolgte auf den sog. Hauptfeststellungszeitpunkt. Dies war der 01.01.1964 für die westlichen Bundesländer und der 01.01.1935 für die östlichen Bundesländer. Aus diesem Grunde liegt der Einheitswert derzeit weit unter dem realen Kaufwert, nämlich etwa nur bei 10%.
Bei Grundstücken und Betriebsgrundstücken erfolgt daher eine Erhöhung des Einheitswertes um 140%.

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