Einheitswertberechnung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Einheitswertberechnung - Infos und Rechtsberatung

Der Einheitswert legt den Wert von Grundbesitz (dies sind Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, Grundstücke des Grundvermögens und Betriebsgrundstücke) für steuerliche Zwecke fest. Mittlerweile ist der Einheitswert nur noch für die Grundsteuer von Bedeutung. Das Bewertungsverfahren ist im Bewertungsgesetz (BewG) niedergelegt.

Unbebaute Grundstücke einschließlich baureifer Grundstücke sind mit dem gemeinen Wert zu bewerten gemäß § 9 BewG. Unter dem gemeinen Wert versteht man den Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre.

Bebaute Grundstücke (Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke, gemischtgenutzte Grundstücke, Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, sonstige bebaute Grundstücke) werden mit dem Ertragswert oder mit dem Sachwert bewertet. Zur Ermittlung des Grundstückseinheitwertes nach dem Ertragswertverfahren gilt (vereinfacht) die folgende Formel:

Jahresrohmiete x Vervielfältiger ./. werterhöhende/-mindernde Umstände

= Einheitswert des Grundstücks (auf volle Hundert Euro abgerundet)

Das Ertragswertverfahren kann nicht auf alle Grundstücksarten angewendet werden. In den Fällen des § 76 II, III BewG kommt das Sachwertverfahren zur Anwendung. Durch das Sachwertverfahren soll der gemeine Wert ermittelt werden. Dazu werden der Bodenwert gem. § 84 BewG, der Gebäudewert §§ 85-88 BewG und der Wert der Außenanlagen § 89 BewG zusammengerechnet.

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