Zuflussprinzip

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Zuflussprinzip - Infos und Rechtsberatung

Das Zuflussprinzip ist gesetzlich in § 11 des Einkommensteuergesetzes (EStG) geregelt. Es gilt für alle privaten Einkünfte (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Kapital, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte) und bei betrieblichen Einkünften, soweit der Betriebsinhaber den Gewinn durch sog. Einnahme-Überschussrechnung ermittelt.

Danach gelten Einnahmen innerhalb des Kalenderjahres bezogen, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. Ein Zufluss setzt dabei grds. die Verschaffung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht über das Wirtschaftsgut voraus.

Als Ausnahme vom Zuflussprinzip bestimmt § 11 Abs. 1 Satz 2 EStG für regelmäßig wiederkehrende Einnahmen Folgendes: Regelmäßig wiederkehrende Einnahmen, die dem Steuerpflichtigen kurze Zeit vor Beginn oder kurze Zeit nach Beendigung des Kalenderjahres, zu dem sie wirtschaftlich gehören, zugeflossen sind, gelten als in diesem Kalenderjahr bezogen.

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Als einen kurzen Zeitraum versteht die Rechtsprechung einen Zeitraum von zehn Tagen und verlangt, dass sowohl die Fälligkeit als auch der Zufluss in diesem Zeitraum liegen. >Wann in Ihrem konkreten Fall eine bestimmte Leistung als zugeflossen gilt, erläutern Ihnen gerne die Korrespondenzanwälte der Deutschen Anwaltshotline.


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