Ausfallzeit

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Ausfallzeit - Infos und Rechtsberatung

Seit 1992 sind die Ausfallzeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung durch die sogenannten
Anrechnungszeiten gem. § 58 des Sozialgesetzbuches VI (SGB VI) abgelöst worden, wobei die Anrechnung der Ausfallzeiten an detaillierte Voraussetzungen geknüpft wird.

Ausfall- bzw. Anrechnungszeiten sind Zeiten, in denen der Versicherte aus bestimmten persönlichen Gründen keine Beiträge zahlen konnte.

Zu den Anrechnungszeiten zählen:

  • Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit inkl. Rehabilitation) (siehe § 58 Abs.1 S.1 Nr. 1 SGB VI)
    • Krankheit von mindestens einem Monat Dauer zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr (siehe § 58 Abs. 1 S.1 Nr. 1a SGB VI)
    • Schwangerschaft während der Schutzfristen nach dem MuSchG (§ 58 Abs. 1 S.1 Nr. 2 SGB VI)
    • Arbeitslosigkeit ohne Bezug von öffentl.-rechtl.- Leistungen (siehe § 58 Abs. 1 S.1 Nr. 3 SGB VI)
    • Ausbildungssuche von mindestens einem Monat nach dem 17. Lebensjahr (siehe § 58 Abs. 1 S.1 Nr. 3a SGB VI)
    • Schulbesuch nach dem 17. Lebensjahr (siehe § 58 Abs. 1 S.1 Nr. 4 SGB VI)
    • Rentenbezug vor dem 55. Lebensjahr (siehe § 58 Abs. 1 S.1 Nr. 5 SGB VI)
    • ab 1. Januar 2011 Arbeitslosengeld II - Bezug (siehe § 58 Abs. 1 S.1 Nr. 6 SGB VI)

Anrechnungszeiten werden rentensteigernd angerechnet.
Näheres hierzu beantwortet Ihnen gerne ein Sozialrechtsanwalt am Telefon der Deutschen Anwaltshotline!

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