Hundekot

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Hundekot - Infos und Rechtsberatung

Hundekot, also Exkremente von Hunden, stellen eine Verunreinigung von Straßen, Wegen und Plätzen dar. Hundekot ist eine Infektionsquelle für die Übertragung von Salmonellen, Hakenwürmern und Bandwürmern.

Der Halter bzw. Führer eines Hundes ist zur Beseitigung der Hinterlassenschaften seines Hundes verpflichtet. Missachtet er diese Pflicht, so begeht er eine Ordnungswidrigkeit nach § 118 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG), die mit einem Bußgeld geahndet wird. Das Bußgeld richtet sich nach der jeweiligen Bußgeldsatzung der Stadt oder Gemeinde und kann daher unterschiedlich hoch ausfallen (in Köln z.B. 35,- bis 250,-). Besonders in größeren Städten wird die Einhaltung dieser Verpflichtung häufig durch die Ordnungsämter überwacht. Eine Strafbarkeit des Hundeführers, der den Kot seines Hundes nicht entfernt, kann nach § 326 Abs. 1 Strafgesetzbuch (StGB), entstehen. Dabei geht es um die Frage, ob Abfall nach § 326 Abs. 1 Nr. 1 StGB vorliegt, der Erreger von auf Menschen oder Tiere übertragbarer gemeingefährlicher Krankheiten enthält oder hervorbringt. Bei gegebener Gefährlichkeit kann dies bei Hundekot gegeben sein (OLG Düsseldorf NStZ 91, 335). Jedoch wird hier teilweise eine Einschränkung der Strafbarkeit auf Fälle außergewöhnlicher Verunreinigung gesehen.

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