Freizeitlärmrichtlinie

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Freizeitlärmrichtlinie - Infos und Rechtsberatung

Freizeitlärm, vor allem dessen Begrenzung und Beurteilung, ist nicht bundeseinheitlich geregelt.

Einige Bundesländer (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein) haben eigene Freizeitlärmrichtlinie erlassen, welche im Wesentlichen mit dem Musterentwurf des Länderausschusses Immissionsschutz (LAI)übereinstimmen.

In Baden-Württemberg wird die LAI-Freizeitlärm-Richtlinie ergänzend zur TA-Lärm angewandt.

Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen nutzen sie als Erkenntnisquelle, zusätzlich zur Anwendung der TA-Lärm bzw. der BImSchV. Die obersten Bundesgerichte wenden die LAI-Freizeitlärm-Richtlinie als "Entscheidungshilfe" an und geben dieser einen Stellenwert wie ein vorweggenommenes Gutachten.

Die LAI-Richtlinie gilt insbesondere für Grundstücke, auf denen in Zelten oder im Freien Diskothekenveranstaltungen, Livemusik-Darbietungen, Rockmusikdarbietungen, Platzkonzerte, regelmäßige Feuerwerke, Volksfeste stattfinden sowie zum Beispiel für Freilichtbühnen,Autokinos,Freizeitparks, und Abenteuerspielplätze und Erlebnisbäder mit Außenbereichen.

Welche Auflagen zum Lärmschutz im Einzelfall bestehen, ist in den jeweiligen Bescheiden genannt. Hierbei können Ihnen die selbstständigen Kooperationsanwälte der DAHAG behilflich sein.

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