Bepflanzung der Grenze

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Bepflanzung der Grenze - Infos und Rechtsberatung

Zivilrechtliche gelten relativ geringe Grenzabstände gegenüber anderen Grundstücken.

Joch darf dabei das Eigentum des Nachbarn nicht beeinträchtigt werden. Nur in seltenen Fällen besteht ein größerer Abstand als zwei Meter. Die meisten Laubbäume neigen aber zu weit ausladenden Seitenästen, die oft mehrere Meter weit über die Grenze ins Nachbargrundstück hineinwachsen. Das Nachbarrecht regelt ggf die konkret einzuhaltenden Abstände. Der Nachbar braucht aber überwachsende Äste auf seinem Grundstück nicht zu dulden, wenn sie ihn in der Bewirtschaftung behindern oder sonstige nachteilige Auswirkungen auf sein Grundstück haben. (diese Nachteile müssen nicht unbedingt "erheblich" sein). Er kann nach § 910 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) die überwachsenden Äste beseitigen. Die Gerichte sind inzwischen überwiegend der Meinung, dass er nicht selbst tätig werden muss, sondern vom Baumeigentümer die Beseitigung der überwachsenden Äste verlangen kann. Um späteren Streitigkeiten vorzubeugen, empfiehlt es sich daher, freiwillig einen größeren Grenzabstand bei der Grenzbepflanzung einzuhalten.

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