Lärm

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Lärm - Infos und Rechtsberatung

In einem Wohnhaus dürfen Tonwiedergabegeräte auch außerhalb der Ruhezeiten nur mit Zimmerlautstärke betrieben werden.

Tagsüber und nachts dürfen die Dezibelwerte von 40 dB/A bzw. 30 dB/A nicht überschritten werden. Ausnahmen sind allenfalls bei Feiern zulässig, deren Häufigkeit sich aber in engen Grenzen halten muss. Da bei Haushaltsgeräten, Bohrmaschinen, Rasenmähern die Lärmerzeugung nicht regulierbar ist, darf hier die Zimmerlautstärke außerhalb der Ruhezeiten überschritten werden. Auch beim Musizieren mit Instrumenten gilt die Grenze der Zimmerlautstärke nicht. Das Musizieren ist jedoch zeitlich beschränkt auf maximal 1,5 - 2 Stunden täglich. Vermeidbares starkes Lärmen kann eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 117 OwiG darstellen und mit einem Bußgeld geahndet werden, insbesondere wenn die Lärmbelästigung geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit anderer zu schädigen.
Gegen den Störer ist auch die Unterlassungsklage möglich. Mieter können nicht nur vom Störer Unterlassung verlangen, sondern auch vom Vermieter fordern, dass er gegen den Störer vorgeht. Notfalls kann der Mieter die Miete mindern.

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