Mietausfallwagnis

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Mietausfallwagnis - Infos und Rechtsberatung

Bei Sozialwohnungen wird die Miete durch eine sogenannte Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelt. Bei dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung darf der Vermieter einen Betrag zugrunde legen, der das Risiko abdeckt, dass Mietzahlungen eventuell einmal nicht beigetrieben werden können oder Wohnraum zeitweise leer steht. Dieses Mietausfallwagnis darf 2 % der Jahresmiete ausmachen. Um auf diesen Betrag zu kommen, werden gewöhnlich 2,04 % der übrigen laufenden Kosten angesetzt.

Das Mietausfallwagnis darf dann nicht in Ansatz gebracht werden, wenn das Risiko auf andere Weise abgesichert ist, so wenn sich beispielsweise jemand für die Zahlung verbürgt.

Früher bezog sich das Mietausfallwagnis auch auf die Betriebskosten. Mittlerweile sind die Betriebskosten aus der Wirtschaftlichkeitsberechnung herausgefallen, so dass sich das Mietausfallwagnis verringert hat. Daher kann der Vermieter jetzt ein sogenanntes Umlageausfallwagnis fordern. Dieses darf jedoch lediglich 2 % der im jeweiligen Abrechnungszeitraum anfallenden Betriebskosten betragen. Dieser Betrag darf nur auf die insgesamt für eine Gebäudeeinheit entstehenden Betriebskosten aufgeschlagen werden, nicht jedoch erst bei der Einzelabrechnung für den Mieter.

Ein Vermieter darf bei freifinanzierten Wohnungen selbstverständlich kein zusätzliches Mietausfallwagnis neben der Miete verlangen.

Die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline helfen bei der Klärung zu allen Fragen rund um das Mietausfallwagnis.

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