Wegegeld

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Wegegeld - Infos und Rechtsberatung

Der Begriff Wegegeld ist vornehmlich im Arztrecht von Bedeutung. Er wird jedoch auch im Arbeitsrecht und im Steuerrecht verwandt.

Der § 8 der Gebührenordnung für Ärzte regelt das ebendort so genannte Wegegeld, welches der Arzt erhält, wenn er Hausbesuche macht. Dabei wird das Wegegeld bemessen nach der Luftlinie zwischen Praxisstelle des Arztes und besuchtem Patient, es sei denn, er startet von zu Hause aus, dann natürlich Luftlinie vom Zuhause aus. Das Wegegeld ist gestaffelt in vier Stufen der Entfernung und jeweils einem Betrag für Tagbesuche und einem für Nachtbesuche (zwischen 20 und 8 Uhr). Das Wegegeld bekommt der Arzt immer zusätzlich zu den sonstigen Gebühren, welche für seine Behandlungsleistung anfallen.

Der Begriff Wegegeld wird darüber hinaus laienhaft oft im Steuerrecht und im Arbeitsrecht verwandt.

In diesem Zusammenhang wird von Wegegeld gesprochen, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die angefallenen Fahrtkosten ersetzt, oder eine Wegzeitentschädigung gewährt.

Ersetzt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die im Rahmen einer Dienstreise angefallenen Fahrtkosten, dann sind diese steuerfrei. Erstattet der Arbeitgeber dagegen dem Arbeitnehmer seine Aufwendungen für Fahrten zwischen der Wohnung und der täglichen Arbeitsstätte handelt es sich um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Das Gleich gilt, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Wegegeld als Ersatz für den Zeitaufwand zahlt. Dieses ist ebenfalls steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Gesetzlich geregelt ist das Wegegeld aber nur im Arztrecht.

Fragen dazu beantwortet Ihnen eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt aus dem Zivilrecht oder ggf. aus dem Steuer- oder Arbeitsrecht am Telefon.


Einen Anwalt fragen  

Medizinrecht: Persönliche Rechtsberatung vom Anwalt

  • Einfach und verständlich
  • Ohne Termin
  • Rechtssicher
*1,99€/Min inkl. USt. aus dem Festnetz. Höhere Kosten aus dem Mobilfunk.

Diese Anwälte beraten Sie gerne