Vorläufige Insolvenzverwaltung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Unter der vorläufigen Insolvenzverwaltung versteht man den vorläufigen Insolvenzverwalter, der von Amts wegen damit beauftragt ist, ein Gutachten zu erstellen, um die Frage zu klären, ob ein Insolvenzgrund vorliegt und ob das Verfahren durchgeführt werden kann, d.h. genügen Masse vorhanden ist.

Das Gericht kann, soweit erforderlich, Sicherungsmaßnahmen treffen, um eine nachteilige Veränderung des Schuldnervermögens zu vermeiden, § 21 I InsO. Hierzu zählen vor allem ein Vollstreckungsverbot und die Einschränkung oder vollständige Entziehung der schuldnerischen Verfügungsbefugnis unter Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters, § 21 II InsO.
Am Ende dieses Vorverfahrens entscheidet das Gericht auf Grundlage des erstellten Gutachtens darüber, ob das Insolvenzverfahren eröffnet oder ob der Eröffnungsantrag mangels Masse abgewiesen wird. Im letzteren Fall bleibt den Gläubigern nur die Einzelzwangsvollstreckung. Eine juristische Person wird durch den Abweisungsbeschluss ebenso wie durch den Eröffnungsbeschluss aufgelöst.

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