Firmeninsolvenz

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Firmeninsolvenz - Infos und Rechtsberatung

Das Insolvenzrecht kennt verschiedene Arten des Insolvenzverfahrens: Verbraucherinsolvenzverfahren und Regelinsolvenzverfahren. Letzteres kennt noch verschiedene Verfahrensarten: Eigenverwaltung; Schutzschirmverfahren.

Das Regelinsolvenzverfahren, gern auch als Firmeninsolvenz bezeichnet, wird auf Antrag eröffnet, wenn die Insolvenzgründe gegeben sind. Diesen kann der Schuldner selbst oder ein Gläubiger stellen, § 13 I InsO. Liegt ein zulässiger Insolvenzantrag vor, wird ein vorläufiger Insolvenzverwalter mit einem Gutachten beauftragt, das nachstehende Punkte klärt: das Vorliegen eines Insolvenzgrundes und die Verfahrenskostendeckung. Für die Zeit zwischen Insolvenzantragstellung und Entscheidung über den Antrag kann das Gericht, soweit erforderlich, Sicherungsmaßnahmen treffen, um eine nachteilige Veränderung des Schuldnervermögens zu vermeiden, § 21 I InsO. Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens ernennt das Insolvenzgericht den Insolvenzverwalter , § 27 I InsO, und bestimmt Berichts- und Prüfungstermin, § 29 InsO. Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Forderungen innerhalb einer bestimmten Frist beim Insolvenzverwalter anzumelden. An die Schuldner des Schuldners ergeht die Aufforderung, nur noch an den Insolvenzverwalter zu leisten, § 28 InsO. Wird das Verfahren nicht vorzeitig eingestellt, steht an seinem Ende im Normalfall die quotale Verteilung der bereinigten Masse an die Insolvenzgläubiger. Seine Restforderung kann jeder Gläubiger nun gegen den Schuldner mittels des Tabellenauszugs als Vollstreckungstitel weiterverfolgen, § 201 InsO, gegen eine juristische Person allerdings faktisch nur bis zur Löschung aus dem Handelsregister und bei natürlichen Personen nur, wenn nicht das Restschuldbefreiungsverfahren unmittelbar anschließt.

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