Girokonto für Jedermann

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Girokonto für Jedermann - Infos und Rechtsberatung

Das Girokonto für Jedermann bezeichnet den Umstand, dass der Bürger die Möglichkeit haben soll, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen.

Diese Verpflichtung bestand bis ins Jahr 1995. Heute besteht für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union nach der EU-Zahlungskonten-Richtlinie (RL 2014/92/EU) die Pflicht, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, damit jeder Bürger ein Girokonto eröffnen kann. Es handelt sich dabei um ein reines Guthabenkonto oder auch sog. Basiskonto bei den Banken und Sparkassen. Daher kann auch jemand, der einen negativen Schufa-Eintrag hat, ein solches Guthabenkonto bekommen. Eine Überziehung des Kontos ist nicht zugelassen. Ggf. sind die Sparkassengesetze der Länder dazu zu lesen, da es hierbei Besonderheiten geben kann. Mit dem Jedermann-Konto dürfen die Sparkassen und Banken niemanden die Eröffnung eines Girokontos verwehren. Dieses Recht gilt auch für Asylsuchende bzw. wer ohne Aufenthaltsstatus ist, aber aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht abgeschoben werden darf. Allerdings muss derjenige, der ein Jedermann-Konto begehrt, geschäftsfähig sein. Die Kreditinstitute dürfen für das Basiskonto nur ein angemessenes Entgelt verlangen; auch sind die Kündigungsmöglichkeiten des jeweiligen Kreditinstituts gegenüber dem Kunden eingeschränkt. Das Jedermann-Konto ist nicht zu verwechseln mit dem P-Konto, also dem Pfändungsschutzkonto, das einen bestimmten Betrag, den Pfändungsfreibetrag auf dem Konto im Falle in einer Zwangsvollstreckung belässt.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!


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