Grundbuchrecht - Infos und Rechtsberatung

Unter Grundbuchrecht versteht man vor allem den öffentlichen Glauben des Grundbuchs. Dies bedeutet, dass alles was im Grundbuch steht als richtig gilt, es sei denn, dass ein Widerspruch gegen die Richtigkeit eingetragen oder die Unrichtigkeit dem Erwerber bekannt ist.

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Richtigkeit des Grundbuchs gilt

Wer auf die Richtigkeit einer unrichtigen Eintragung vertraut und Rechtsgeschäfte mit demjenigen macht, der im Grundbuch als Eigentümer oder als Inhaber eines beschränkt dinglichen Rechts eingetragen ist, wird geschützt. Das Grundbuch dient damit der Rechtssicherheit, da dadurch Klarheit für das Wirtschafts- und Rechtsleben über dingliche Rechtszustände geschaffen wird. Denn jede rechtsgeschäftliche Änderung des Rechtes an einem Grundstück bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Eintragung in das Grundbuch.

Publizitätsgrundsatz im Grundstücksrecht

Das Grundbuch verwirklicht damit den Publizitätsgrundsatz im Grundstücksrecht in dreifacher Hinsicht:
Zunächst ist jede Veränderung der dinglichen Rechtslage in das Grundbuch einzutragen. Man spricht insoweit von der Übertragungswirkung (§ 873 BGB - Bürgerliches Gesetzbuch). Ferner wird ein im Grundbuch eingetragenes Recht als in Wirklichkeit bestehend vermutet (Vermutungswirkung nach § 891 BGB). Schließlich besteht die sog. Gutglaubenswirkung, d.h., dass wer sich bei einem dinglichen Rechtserwerb auf das unrichtige Grundbuch verlässt, in seinem guten Glauben geschützt wird (§ 892 BGB).

Grundbuchrecht: Beratung durch einen Anwalt

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