Komplementär

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Komplementär: Definition und Haftung

Der Komplementär ist nach § 161 Abs. 1 HGB (Handelsgesetzbuch) der persönlich haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG), d. h. er hat nicht nur mit seiner Einlage, sondern auch mit seinem privaten Vermögen für die Verbindlichkeiten der KG einzustehen (§ 128 HGB).

Im Gegensatz hierzu haftet der Kommanditist für die Verbindlichkeiten einer KG nur beschränkt bis zur Höhe seiner Einlage (§ 171 HGB).
Während der Komplementär die persönliche und unbeschränkte Haftung trägt, erwachsen ihm gegenüber dem Kommanditisten auch Vorteile, da er bei gewöhnlichen Geschäften der KG, anders als die teilhaftenden Komplementäre, die vollständige Handlungsfreiheit hat (§ 164 HGB). Neben seinen allgemeinen Treuepflichten unterliegt der Komplementär einem grundsätzlichen Wettbewerbsverbot.

Was besagt § 112 HGB?

Gemäß § 112 Abs. 1 HGB darf er ohne Einwilligung der anderen Gesellschafter weder in dem Handelszweig der Gesellschaft Geschäfte machen noch an einer anderen gleichartigen Handelsgesellschaft als persönlich haftender Gesellschafter teilnehmen. Das Wettbewerbsverbot greift auch, wenn der Komplementär als Geschäftsführer einer GmbH tätig ist, die mit 50 Prozent oder mehr an einem Konkurrenzunternehmen beteiligt ist. Verstößt der Komplementär gegen die Vorschrift des Wettbewerbsverbotes, so hat gem. § 113 Abs. 1 HGB die Gesellschaft Anspruch auf Ersatz des entstandenen Schadens. Scheidet ein Komplementär aus der KG, so besteht seine Haftung für die bis dahin begründeten Verbindlichkeiten noch 5 Jahre lang (§ 160 HGB).

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!


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