Betreuungsunterhalt

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Betreuungsunterhalt - Infos und Rechtsberatung

Mütter oder Väter haben durch die Betreuung eines Kindes dem anderen Elternteil des Kindes gegenüber einen Unterhaltsanspruch, wenn sie durch die Pflege und Erziehung des Kindes keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können.

Sind die Kinder noch klein besteht keine Verpflichtung zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit. Schwierig ist die Frage zu beantworten, ab welchem Alter der Kinder dem Unterhaltsberechtigten eine Halbtags- bzw. Ganztagestätigkeit zuzumuten ist. Die Gerichte tendieren dazu, die Verpflichtung zu einer Halbtagstätigkeit ab etwa dem 8. Lebensjahr des jüngsten Kindes, die Verpflichtung zur Ausübung einer Ganztagestätigkeit ab etwa dem 12. Lebensjahr des jüngsten Kindes anzunehmen. Dies sind aber bloße Richtwerte, die in jedem Einzelfall entsprechend angepasst werden müssen.

Die Höhe des Unterhaltes ist neben der Leistungsfähigkeit des Verpflichteten auch vom Lebensstandard der Mutter/des Vaters abhängig. Ebenso muss der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen erhalten bleiben.

Während die Kinder gleichgestellt sind und nichteheliche Kinder ebenso lange wie eheliche Kinder Unterhalt bekommen, ist der Unterhalt bei verheirateten und ledigen Müttern unterschiedlich geregelt. Nach § 1615 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) bekommen ledige Mütter nur bis zu drei Jahre nach der Geburt eines Kindes einen Betreuungsunterhalt, während verheiratete Frauen im Prinzip (neben den obigen Einschränkungen) unbegrenzt Unterhalt erhalten.

Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!


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