Ehepartnertestament

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Ehepartnertestament - Infos und Rechtsberatung

Ehegatten können ein gemeinschaftliches Testament errichten, § 2265 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch).

Bezüglich der Form gilt, dass ein Ehegatte die Verfügung von Todes wegen eigenhändig niederschreibt und der andere die gemeinschaftliche Erklärung mit unterzeichnet, sinnvollerweise mit dem Zusatz "Dies ist auch mein letzter Wille", mit nachfolgender Unterschrift. Die Form für eigenhändige Testamente muss eingehalten werden (§ 2247 BGB). Die häufigste Form des gemeinschaftlichen Testaments ist das sog. Berliner Testament, § 2269 BGB. Die Eheleute setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein und in der Regel die gemeinsamen Kinder als Schlusserben. In erbschaftssteuerlicher Hinsicht handelt es sich um zwei getrennte Erbfälle mit jeweiliger Steuerpflicht. Bei sehr hohem Vermögen sollten sich die Erblasser bereits zu Lebzeiten anwaltlich beraten lassen, um gegebenenfalls durch Verfügungen zu Lebzeiten Vermögensteile unter Ausnutzung von Freibeträgen auf die Kinder zu übertragen. Ferner muss darauf hingewiesen werden, dass bei dem gemeinschaftlichen Testament schon mit dem ersten Erbfall Pflichtteilsansprüche der Kinder erwachsen, die unter Umständen auszugleichen sind. Für diesen Fall sollte an eine Pflichtteilsstrafklausel gedacht werden. Danach wird dasjenige Kind, welches bereits nach dem ersten Erbfall den Pflichtteil verlangt, auch für den zweiten Erbfall auf den Pflichtteil gesetzt.

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