Berliner Testament

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Berliner Testament - Infos und Rechtsberatung

Das sog. Berliner Testament ist in § 2269 BGB geregelt. Es ist ein gemeinschaftliches Testament zwischen Ehegatten oder Lebenspartner nach dem LPartG. Es regelt die Erbfolge nach 2 Erbfällen.

Für den 1. Erbfall - Versterben des 1. Ehegatten/Lebenspartners setzen sich beide gegenseitig zu Erben ein. Für den Fall des Todes des überlebenden Ehegatten/Lebenspartners - 2.Erbfall - wird ein Dritter eingesetzt. Das Berliner Testament wird häufig gewählt, um das Vermögen von Ehegatten/Lebenspartnern im Ganzen zu erhalten und den Überlebenden finanziell abzusichern, damit er z.B. im gemeinsamen Haus wohnen bleiben kann. Wenn die gemeinsamen Kinder für den 2. Erbfall als Erben eingesetzt sind, verzichten sie häufig beim Tod des Erstverstorbenen auf die Geltendmachung ihres Pflichteilsanspruchs, um die Absicherung des überlebenden Ehegatten/Lebenspartners nicht zu entziehen. Erst nach dem Tod des Letztverstorbenen wird das Erbe auf die Kinder oder andere Dritte verteilt. Probleme können entstehen, wenn die Kinder den 2. Erbfall nicht abwarten wollen, sondern nach dem 1. Erbfall ihren Pflichtteilsanspruch gegenüber dem überlebenden Ehegatten/Lebenspartner geltend machen. Bevor Sie sich für die Errichtung eines Berliner Testamentes entscheiden, lassen Sie sich anwaltlich beraten.

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