Erbschulden

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Erbschulden - Infos und Rechtsberatung

Der Begriff Erbschulden ist ein ungebräuchlicher Begriff, mit dem die Schulden des Erblassers (also des Verstorbenen) gemeint sind.

Die Erbschulden werden korrekt Nachlassverbindlichkeiten genannt. Zu den Nachlassverbindlichkeiten gehören sowohl die Erblasserschulden, d.h. die Schulden, die der Erblasser zu Lebzeiten gemacht hat und zum Todeszeitpunkt noch vorhanden sind, als auch die Erbfallschulden, die die Schulden umfasst, die aus Anlass des Todes entstehen, z.B. die Beerdigungskosten. Der Erbe haftet nach den Vorschriften der §§ 1967-2017 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für diese Verbindlichkeiten. Wer erbt, erbt alles! Daher muss der Erbe genau prüfen, ob er das Erbe ausschlägt, ein Nachlassinsolvenzverfahren oder ein Aufgebotsverfahren oder eine Nachlassverwaltung beantragt. Eine Ausschlagung ist nur innerhalb von sechs Wochen ab Kenntnis der Tatsache, dass man Erbe geworden ist, möglich. Ansonsten haftet der Erbe, wenn er nicht die Dürftigkeitseinrede des § 1990 BGB (nach Anordnung der Nachlassverwaltung oder Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens)erheben kann, auch mit seinem eigenen Vermögen. Da man sich als Erbe auch ruinieren kann, sollte man in jedem Fall eine/n im Erbrecht tätige/n Anwältin/Anwalt um Rat fragen, da auch das Prozedere der Beantragung eines Aufgebots oder Insolvenzverfahrens sehr anspruchsvoll sein kann.

Fragen zu Erbschulden beantworten die im Erbrecht tätigen Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline.


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