Auseinandersetzungsvertrag

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Auseinandersetzungsvertrag: Darauf müssen Erben achten

Ein Auseinandersetezungsvertrag klärt die Aufteilung der Erbschaft zwischen den den einzelnen Erben. Er ist in den §§ 2042 ff. BGB. geregelt.

Was besagt das Gesetz?

Nach § 2042 Abs.1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) kann jeder Miterbe jederzeit die Auseinandersetzung verlangen, es sei denn, die §§ 2043 - 2045 BGB stünden dem entgegen.  Einen der Fälle, in dem nicht auseinander gesetzt werden kann, regelt § 2043 BGB. Hier nach muss die Auseinandersetzung verschoben werden, wenn ein Erbe noch nicht geboren ist oder sein Adoptionsverfahren noch läuft. Einen weiteren Fall regelt § 2044 BGB. Eine Auseinandersetzung findet nämlich auch dann nicht statt, wenn der Erblasser dies in seinem Testament ausgeschlossen hat. Nach § 2045 BGB kann jeder Miterbe verlangen, dass die Auseinandersetzung bis zur Beendigung des nach § 1970 BGB zulässigen Aufgebotsverfahrens oder bis zum Ablauf der in § 2061 bestimmten Anmeldungsfrist aufgeschoben wird. Ist der Antrag auf Einleitung des Aufgebotsverfahrens noch nicht gestellt oder die öffentliche Aufforderung nach § 2061 BGB noch nicht erlassen, so kann der Aufschub nur verlangt werden, wenn unverzüglich der Antrag gestellt oder die Aufforderung erlassen wird.

Wann brauche ich einen Auseinandersetzungsvertrag?

Die Auseinandersetzung ist darauf gerichtet, die Aufhebung der Gemeinschaft der Erben zur gesamten Hand zu erreichen. Am einfachsten lösen die Erben dies durch einen Vertrag, den Auseinandersetzungsvertrag. Sollten Grundstücke betroffen sein, bedarf dieser der notariellen Beurkundung. Weigert sich ein Erbe mitzuwirken, hilft nur die Auseinandersetzungsklage.

Unsere Kooperationsanwälte helfen Ihnen bei Fragen zur Erbauseinandersetzung gerne weiter!


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