Beschränkte Erbenhaftung

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Beschränkte Erbenhaftung - Infos und Rechtsberatung

Grundsätzlich geht mit dem Tod des Erblassers sein gesamtes Vermögen auf den bzw. die Erben über - unabhängig davon , ob diese gesetzlich oder durch Testament bestimmt sind.Dies hat zur Folge,dass nicht nur das positive Vermögen, sondern auch die Schulden des Erblassers vom Erben bzw. den Erben übernommen werden.

Sind die geerbten Schulden höher als das geerbte positive Vermögen,haftet der Erbe mit seinem gesamten Vermögen gegenüber den Nachlassgläubigern.

Um dies zu verhindern,sollte der Erbe bei Kenntnis der Überschuldung des Nachlasses die Erbschaft nach § 1944 ff BGB ausschlagen. 

Dabei ist die 6 Wochenfrist, beginnend ab Kenntnis vom Erbanfall und dessen Grund, zu beachten.Die Ausschlagung kann gemäß § 1945 BGB nur zur Niederschrift des Nachlassgerichtes oder in öffentlich beglaubigter Form abgegeben werden.
Ist die Überschuldung des Nachlasses oder dessen Zahlungsunfähigkeit gegeben oder steht dies zu befürchten,kann der Erbe ,der das Erbe nicht ausgeschlagen hat, die Nachlasspflegschaft ( Nachlassverwaltung )
nach § 1981 BGB oder die Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens nach § 1980 BGB beantragen.

Wird vom zuständigen Nachlassgericht dann die Nachlassverwaltung angeordnet oder das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet,ist die Haftung des Erben gegenüber den Nachlassgläubigern auf den Nachlass beschränkt. Sein Privatvermögen bleibt in diesem Fall von der Haftung für die Nachlassverbindlichkeiten ausgenommen.


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