Ablehnung mangels Masse

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Ablehnung mangels Masse - Infos und Rechtsberatung

§ 11 InsO (Insolvenzordnung) regelt, wer als insolvenzfähig auzusehen ist, d. h. über wessen Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet werden kann.

Danach ist neben natürlichen Personen, juristischen Personen, Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit (z. B. BGB Gesellschaft), das Gesamtgut, auch der Nachlass insolvenzfähig (§§ 315 ff InsO). Gem. § 26 InsO weist das Gericht den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens ab, wenn das Vermögen (Insolvenzmasse) voraussichtlich nicht ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken und die Kosten nicht gem. § 4a InsO gestundet werden können. In diesem Fall spricht man von einer Ablehnung mangels Masse. Dies bedeutet in der Regel, dass der Erblasser kein nennenswertes Erbe oder nur Schulden hinterlassen hat. Im Nachlass finden sich keine Gegenstände, die im Insolvenzverfahren veräußert werden könnten, um aus dem Erlös die Verfahrenskosten zu decken. Erst Recht bleibt dann nichts für die Gläubiger übrig. Mit der Einleitung einer Nachlassinsolvenz beseitigen die Erben die Haftung für Nachlassschulden mit dem eigenen Vermögen. Die Insolvenzmasse einer Nachlassinsolvenz umfasst nur den Nachlass selbst und nicht das private Vermögen der Erben.

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