ANÜ-Tarif: So ist die Arbeitnehmerüberlassung geregelt

Der ANÜ-Tarif (Arbeitnehmerüberlassung) bezeichnet die Tarifregelungen, die per Tarifvertrag zwischen dem Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA), dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit sowie dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. (AMP) und der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) geschlossen wurden.

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Im Jahre 2003 wurden im Bereich der Zeitarbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung die ersten Tarifverträge abgeschlossen. Es wurden Entgeltrahmen, Entgelte und Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung vereinbart. Ebenfalls 2003 wurde zwischen BZA und DGB der erste Manteltarifvertrag geschlossen. Daneben gab es auch ein Tarifvertrag zwischen der Tarifgemeinschaft Christliche Gewerkschaften und PSA (CGZP) und dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister(AMP). Die CGZP ist aber nicht mehr tariffähig.

Hierbei wurden sowohl Entgeltrahmentarifverträge, die die Eingruppierung in verschiedene Entgeltgruppen regeln, als auch Entgelttarifverträge, die die konkrete Vergütung der Entgeltgruppen festlegen, abgeschlossen. Die ANÜ-Entgelttarife lagen bisher insgesamt doch recht deutlich unter den Tarifen des sonstigen Arbeitsmarktes. Ist die Tätigkeit, für die der Arbeitnehmer überlassen wird, ein Mindestlohn gültig, muss mindestens dieser gezahlt werden. In den derzeit gültigen Tarifverträgen ist er angeglichen. Sondervergütungen, sowie Zuschläge für Schicht oder Nachtarbeit müssen dem Zeitarbeitnehmer auch bezahlt werden, auch wenn sich deren Höhe am ANÜ-Tarif orientiert.

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