Schwangerschaftsschutz

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Schwangerschaftsschutz - Infos und Rechtsberatung

Nach dem Mutterschutzgesetz besteht für Schwangere ein besonderer Kündigungsschutz. Der Kündigungsschutz für eine schwangere Arbeitnehmerin beginnt mit der Schwangerschaft. Solange die Arbeitnehmerin die Schwangerschaft dem Arbeitgeber aber nicht angezeigt hat, kann sie sich nicht auf den Kündigungsschutz berufen. Der Arbeitgeber ist also nur dann an das Kündigungsverbot gebunden, wenn er von der Schwangerschaft weiß.

Der Kündigungsschutz besteht während der gesamten Schwangerschaft. Er dauert darüber hinaus bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Geburt des Kindes an. Dieser Kündigungsschutz nach der Geburt besteht unabhängig davon, ob die Arbeitnehmerin nach Ablauf der Mutterschutzfristen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren oder Elternzeit in Anspruch nehmen will. Sobald der Arbeitgeber von der Schwangerschaft Kenntnis hat, kann er keine ordentliche Kündigung mehr aussprechen.

Kündigt der Arbeitgeber trotz Kenntnis von der Schwangerschaft, ist die Kündigung unwirksam. Ausnahmen gibt es nur nur fristlose Kündigungen. Kündigt der Arbeitgeber, weil er von der Schwangerschaft nichts weiß, und teilt die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Kündigung ihre Schwangerschaft mit, wird die bereits ausgesprochene Kündigung unwirksam.

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