Arbeitsnachweis: So fordern Sie den Arbeitsnachweis ein

Autor:  Redaktion Deutsche Anwaltshotline AG.

Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Arbeitsvertrag nur mündlich vereinbart haben, was grundsätzlich möglich ist, kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber verlangen, dass er ihm einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Vertragsbedingungen aushändigt. Diese Urkunde heißt Arbeitsnachweis.

Regelungen dazu finden sich im Nachweisgesetz (NachwG). Den Arbeitsnachweis muss der Arbeitgeber spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses aushändigen, es sei denn, dass der Arbeitnehmer nur zur vorübergehenden Aushilfe von höchstens einem Monat eingestellt wurde (§§ 1, 2 I, 1 NachwG). Für den Arbeitgeber kann es rechtlich nachteilig sein, keinen oder einen nur unvollständigen Arbeitsnachweis zu erteilen. Dies wurde für die Geltung tarifvertraglicher Ausschlussfristen bereits durch das LAG Düsseldorf (Urteil vom 17.05.2001, 5 Sa 45/01) und das BAG (Urteil vom 17.04.2002, 5 AZR 89/01) entschieden.

Wird das vereinbarte Entgelt nicht bescheinigt, kann dies zu Beweiserleichterungen für den Arbeitnehmer beim Streit um die zutreffende Entgelthöhe führen (so LAG Köln Urteil vom18.01.2010, 5 SaGa 23/09).

Arbeitsnachweis: Beratung durch einen Anwalt

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