Aktuelles aus Recht und Justiz

Der Arbeitnehmer ist krank

Der Arbeitnehmer wird krank. Sein Arbeitgeber hat Anspruch darauf, dass sein Mitarbeiter seine Krankheit belegt.

Der Arbeitnehmer wird krank. Sein Arbeitgeber hat Anspruch darauf, dass sein Mitarbeiter seine Krankheit belegt. Dazu braucht es die Krankschreibung durch den Arzt, den berühmten "gelben Zettel". Darauf steht der Zeitraum, für den der Arbeitnehmer vom Arzt krankgeschrieben wird, erstmalig oder als Folgezeitraum. Die Krankheit wird verschlüsselt mitgeteilt durch Angabe einer Codenummer. Der Arbeitgeber kann arbeitsrechtlich die Krankschreibung am ersten Krankheitstag verlangen, auch wenn das Lohnfortzahlungsgesetz die Vorlage der ärztlichen Krankheitsbescheinigung erst bis zum dritten Tag verlangt. Ab Krankheitsbeginn hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen. Er bekommt den Grundlohn brutto, also keine Zuschläge oder sonstige Zuzahlungen. Oftmals hat der Arbeitgeber Zweifel am Krankenstand seines Bediensteten. Dann kann er sich an dessen Krankenkasse wenden und dort eine Überprüfung durch deren Medizinischen Dienst veranlassen. Ist der Arbeitnehmer länger als 6 Wochen am Stück krank, bekommt er von seiner Krankenkasse Krankengeld und zwar dieses für maximal 78 Wochen. Danach kann er Arbeitslosengeld I beziehen, auch wenn sein Arbeitsverhältnis fortbesteht, aber ruht. Auch sein Urlaubsanspruch verfällt nicht und zwar nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts für das laufende und das folgende Kalenderjahr. Wird der Arbeitnehmer nach seiner Gesundung erneut krank, kommt es darauf an: Erleidet der Kranke einen Rückfall in seine alte Krankheit, wird die Zahlung von Lohn-oder Krankengeld nur fortgesetzt bis zum Ab- lauf vorstehender Fristen. Bei neuer Erkrankung fangen diese Fristen neu zu laufen an. Rechtsanwalt Karlheinz Dorsch, Bamberg

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