Betrug bei Ebay-Kleinanzeigen: Wie bekomme ich als Verkäufer mein Geld zurück?

Online-Rechtsberatung
Stand: 12.12.2017
Frage aus der Online-Rechtsberatung:

Ich habe über Ebay-Kleinanzeigen mein iPhone verkauft. Der Käufer hat mir das Geld per Paypal gezahlt und ich habe das Telefon versendet, allerdings nach mehreren Nachrichten an eine andere, als die bei Paypal hinterlegte Adresse. Nun hat der "echte" Käufer Käuferschutz bei Paypal wegen Nichtlieferung beantragt und das Geld wurde "eingefroren". Ich habe sämtliche Nachrichtenverläufe, Sendungsbestätigungen, usw. als Datei und habe mit dem Käufer telefoniert. Er sagte mir, dass er kein Telefon, sondern einen Amazon Gutschein gekauft hat und zeigte sich sehr verwundert, dass ich ein Telefon verkauft habe. Unsere Nachrichten wurden durch einen Dritten abgefangen (Über die Plattform von Ebay-Kleinanzeigen), verändert und dann weitergeleitet, so dass ich die ganze Zeit mit dem Betrüger Nachrichten ausgetauscht hatte.
Wie komme ich an mein Geld oder an mein Telefon?
Die Anschrift des Empfängers hab ich natürlich und eine Anzeige bei der Polizei habe ich eben online beauftragt.

Antwort des Anwalts

Sie sollten den Empfänger zunächst anschreiben und ihn auffordern, das iPhone entweder zurückzugeben, oder den Kaufpreis zu bezahlen. Sollte er der Aufforderung nicht nachkommen, müssen und können Sie mit Erfolg Ihre Ansprüche gerichtlich durchsetzen.

Häufig muss man dann aber feststellen, dass der Empfänger nicht der eigentliche Täter ist, sondern ein nichtsahnender Strohmann, der für wenig Geld und aus Dummheit für eine größere Bande den Empfänger gegeben hat. In solchen Fällen haftet er natürlich auch für den Kaufpreis, so dass Sie Ihre Forderung auch bei einem solchen Menschen einklagen können.

Leider ist es häufig so, dass weder Täter noch Gehilfen die Mittel haben, den angerichteten Schaden wieder gutzumachen.

Wegen der im Internet sehr verbreiteten Betrugsmaschen, warne ich davor Geschäfte ohne Sicherheiten zu tätigen.

Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Angaben des Kunden basiert, handelt es sich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes zum Zeitpunkt der Anfragestellung. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

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