Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Festlegung der Arbeitszeiten obliegt ausschließlich dem Arbeitgeber

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 08.11.2016

Frage:

Ich bin Friseurin und gehe seit 13 Jahren ohne Unterbrechung 5 bzw. 6 Tage pro Woche 6 Stunden arbeiten. Nun verlangt mein Arbeitgeber plötzlich, dass ich eine tägliche Pause machen soll. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass dies vom Arbeitsgesetz nicht vorgesehen sei und habe die Pause auch nicht gemacht. Nun kam vom Arbeitgeber die Anweisung, dass der Friseursalon ab den 1. Dezember mittags eine Stunde geschlossen bleiben muss. Ich fühle mich dadurch ungerecht bzw. diskriminiert behandelt. Dadurch habe ich 1 Stunde später Feierabend und bin in meiner Freizeit, die ich dringend für meinen Enkel benötige, eingeschränkt. Ich arbeite seit 32 Jahren in dieser Friseur und Kosmetik eG. Ich bin selbst Mitglied dieser Genossenschaft. Die Friseur und Kosmetik eG besitzt ca. 10 Geschäfte, aber nur in unserem soll der Laden über Mittag geschlossen werden. Wie kann ich mich dagegen wehren?

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-40
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Die Festlegung der Arbeitszeiten obliegt im Rahmen des sogenannten Direktionsrechts ausschließlich dem Arbeitgeber. Das Direktionsrecht des Arbeitgebers wird nur durch die Gesetze und den konkreten Arbeitsvertrag beschränkt.

Ein Gesetz, dass die mittägliche Schließung eines Friseursalons verbietet, gibt es nicht. Ich gehe auch nicht davon aus, dass in Ihrem Arbeitsvertrag die Arbeitszeiten konkret so festgelegt sind, dass jetzt gegen diese Festlegung verstoßen wird. Nur dann gäbe es eine Einschränkung des Arbeitgebers.
Eine langjährige Tätigkeit zu bestimmten Zeiten steht einer Änderung der Arbeitszeiten nicht entgegen wie das Bundesarbeitsgericht bereits entschieden hat.

Nur eine willkürliche Veränderung der Arbeitszeiten mit der Absicht Ihnen vorsätzlich zu schaden, könnte Ihnen vor dem Arbeitsgericht eine Chance einräumen. Kann der Arbeitgeber aber vernünftige Gründe für die Schließung vortragen (z. B. geringes Kundenaufkommen während der Mittagszeit), müssen Ihre privaten Interessen zurückstehen.

Geeignetes Rechtsmittel wäre also eine Klage vor dem Arbeitsgericht mit der Sie nachweisen müssen, dass Ihr Arbeitgeber willkürlich in der Absicht gehandelt hat, Ihnen zu schaden oder der Arbeitsvertrag andere Beschäftigungszeiten festlegt. Können sie diesen Nachweis nicht führen (wovon ich ausgehe), müssen sie die geänderten Arbeitszeiten hinnehmen.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Tarifrecht

Vergütungsberechnung nach Fahrtzeit für Schulbusfahrer? | Stand: 12.11.2016

FRAGE: Ich bin Rentner und fahre auf 450€- Basis behinderte Kinder zur Schule (hin und zurück). Ich verlasse um 6.30 Uhr mit dem Bus das Haus (Bus steht über Nacht bei mir), hole den Beifahre...

ANTWORT: Eine Entscheidung, die genau Ihren Fall betrifft, gibt es leider nicht. Aber aus einem Vergleich mit anderen Entscheidungen der Arbeitsgerichte ergibt sich doch ein klares Bild – gesetzlich geregel ...weiter lesen

Fahrtenbuchregelung - Ist eine 0,03 % Regelung mit 15 Tagen möglich? | Stand: 04.09.2016

FRAGE: Ich habe seit 01. September einen Firmenwagen von meinem neuen Arbeitgeber erhalten, leider ist die Fahrtenbuchregelung nicht möglich. Ich bin an meinem Standort/Dienstsitz höchstens 15 mal i...

ANTWORT: Anhand eines korrekt geführten Fahrtenbuchs müssten Sie einen zu hoch angesetzten geldwerten Vorteil für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wieder zurück bekommen können ...weiter lesen

Vergütung einer Psychotherapeutin nach dem TVöD | Stand: 27.11.2009

FRAGE: Welche Entgeltgruppe und Stufe nach TVöD-K steht mir als angestellte approbierte psychologische Psychotherapeutin mit 16-jähriger Berufserfahrung jetzt mit Neueinstellung in eine Psychiatrisch...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,vielen Dank für Ihre Rechtsanfrage, die Sie am 29.11.2009 per E-Mail (Welche Entgeltgruppe und Stufe nach TVöD-K steht mir als angestellte approbierte Psychologische Psychotherapeuti ...weiter lesen


Rechtsbeiträge
Interessante Beiträge zu Tarifrecht

Was gegen Mobbing am Arbeitsplatz zu tun ist
| Stand: 20.06.2016

Es gibt verschiedene Definitionen für das, was als Mobbing bezeichnet wird. Eine ganz brauchbare Definition stellt darauf ab, dass der Arbeitnehmer von Vorgesetzten oder Kollegen angefeindet, schikaniert oder diskriminiert ...weiter lesen

Videoüberwachung am Arbeitsplatz kann rechtens sein
| Stand: 12.05.2016

Der Einsatz von Videoüberwachung zur Aufklärung von Straftaten am Arbeitsplatz ist rechtlich problematisch. Häufig werden diese Kameras verwendet, um Diebstähle aufzuklären. Den rechtlichen Rahmen ...weiter lesen

Was ist bei der Rufbereitschaft zu beachten?
| Stand: 02.05.2016

Rufbereitschaft bedeutet, wie die Bezeichnung andeutet, die Bereitschaft, bei Bedarf an die Arbeitsstelle gerufen zu werden und zu arbeiten. Ob ein Ruf erfolgt, ist mehr oder weniger ungewiss. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, ...weiter lesen

Berechtigt die Erziehungszeit zum Studium der Erziehungswissenschaften?
| Stand: 19.11.2013

Die Elternzeit allein kann nicht jemanden für ein Universitätsstudium qualifizieren. Das hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden und wies die Klage eines Tischlers ab, der sich an der Universität Trier ...weiter lesen

Neue Probezeit nach Ausbilder-Wechsel
Nürnberg (D-AH) - Setzt ein Auszubildender im letzten Drittel seiner Lehrzeit die Ausbildung in einem neuen Unternehmen fort, gilt nach seinem Wechsel zunächst eine erneute Probezeit. Mit der tückischen Folge, dass er - wie ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-40
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.484 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 02.12.2016
ein Segen, das es Sie gibt

   | Stand: 01.12.2016
Hat gut geholfen

   | Stand: 01.12.2016
Die Anwältin war wirklich sehr nett und sehr Kompetent. Immer wieder gerne :-D Auch wenn ich hoffe das ich es nicht mehr brauchen werde.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-40
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Tarifrecht | Handelsrecht | Insolvenzrecht | Gesellschaftsrecht | Arbeitgeber | Aussperrung | BAT Tarif | Bautarif | Bewährungsaufstieg | Bundesangestelltentarifvertrag | Eingruppierung | Lohntarif | Recht | Tarifautonomie | Tarifverträge | Tarifvertragsparteien

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-40
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen