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Erbschaft - Werden Verbindlichkeiten aus einem Kredit zur Auszhalung des Miterben an diesen weitervererbt?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Bernd Beder
Stand: 26.01.2016

Frage:

Mein Vater ist 2005 verstorben und ich habe mit meiner Mutter zusammen je zur Hälfte ein unbelastetes Einfamilienhaus in Erbengemeinschaft geerbt (Wert ca. 175.000€).
Es kam zu einer Erbauseinandersetzung, in welcher dann meine Mutter das Haus mit einem Kredit von 75.000€ belastete und mich damit ausbezahlte.

Meine Frage ist: Wie verhält es sich mit der Hälfte meiner Mutter, wenn diese verstirbt? Habe ich dann noch Anspruch auf ihren Teil?

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Antwort:

Ich verstehe Ihre Sachverhaltsdarstellung dahin, dass Sie die einzige Tochter Ihrer Eltern sind und dass Ihre Eltern kein Testament errichtet haben.

Sofern auch Ihre Mutter kein Testament errichtet, tritt nach deren Tod die gesetzliche Erbfolge ein. Als einzige Tochter werden Sie in diesem Falle Alleinerbin Ihrer Mutter im Hinblick auf deren gesamtes zum Zeitpunkt des Todes vorhandenes Vermögen. Dies gilt auch für das Hausgrundstück, sofern Ihre Mutter es nicht vorher veräußert.

Zum einen bedeutet dies, dass Sie Eigentümerin des gesamten Hausgrundstücks werden und zwar unabhängig davon, ob Ihr hälftiger Grundstücksanteil aus Anlass der Auszahlung auf Ihre Mutter umgeschrieben wurde oder nicht. Auf der anderen Seite erben Sie jedoch auch die Verbindlichkeit gegenüber der Bank, die das Darlehen in Höhe von 75.000,00 € gegeben hat, in Höhe der zum Todeszeitpunkt noch offenen Restschuld.



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