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Vorraussetzungen für den Bezug von ALG I bei Tätigkeit in der Schweiz

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 17.12.2014

Frage:

Ich bin seit dem 08.09.14 als Kraftfahrer tätig. Hatte jetzt aber einen Krankenhausaufenthalt. Dadurch darf ich z.Z. meine Tätigkeit nicht ausüben. Faktisch bin ich also von Arbeitslosigkeit bedroht. Meine Frage wäre: Wie wird das ALG 1berechnet?

Bis 08.14 12 Jahre war ich beschäftigt in der Schweiz, seit 08.09.2014 auf Probe in der neuen Firma als Kraftfahrer. 

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Antwort:

Wie Ihnen sicher bekannt ist, werden die Beschäftigungszeiten in der Schweiz wie Beschäftigungszeiten in Deutschland berücksichtigt, so dass die Grundvoraussetzung für den Bezug von ALG I erfüllt ist.

Die Höhe des ALG I ergibt sich aus § 152 Abs.1 SGB III. Danach kommt es darauf an, ob das Beschäftigungsverhältnis in Deutschland länger als 150 Tage bestanden hat. Ist das der Fall, wird das Arbeitslosengeld auf der Basis des hier erzielten Einkommens berechnet.

Bei einer Beschäftigungszeit von weniger als 15o Tagen wird nach § 152 Abs.2 SGB III ein fiktives Arbeitslosengeld festgesetzt, das sich an Ihrer beruflichen Qualifikation ausrichtet und von der Stufe I (Hochschulausbildung) bis zur Stufe IV (keine Ausbildung) reicht. Soweit Sie nicht ausgebildeter Berufskraftfahrer sind und auch über keine anderweitige Ausbildung verfügen, wäre für Sie die Stufe IV maßgeblich. Danach ergäbe sich ein tägliches Bemessungsentgelt von ca. 53 € (Stufe IV) bzw. 69 € (Stufe III).

Ohne Kinder ergibt das ein monatliches Arbeitslosengeld I von ca. 950 € (Stufe IV) bzw. ca. 1250 € (Stufe III).

Das Einkommen in der Schweiz ist damit in keinem Fall maßgeblich für das in Deutschland gezahlte Arbeitslosengeld.



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