Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Recht auf Witwenrente bei längst geschiedener Ehe

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 28.11.2014

Frage:

Besteht ein Recht auf Witwenrente, für die Zeit meiner Ehe von 10 Jahren - Ehezeit von 1960 bis 1971. Danach war ich alleinerziehend von 2 ehel. Kindern in der Zeit von 1963 Geburt der Tochter Geburt des Sohnes 1967. Auszug aus dem Haus wegen Gewalttäigkeiten und ich war nicht berufstätig bis 1971. Mein Mann hat mich gezwungen auf den Versorgungsausgleich, den 1/2 Anteil des gemeinsamen Hauses, zu verzichten. Anwaltlich war er vertreten und ich nicht. Ich habe dann mir eine Stelle gesucht als Kindergartenhelferin für 600 Mark im Monat brutto und habe dann berufsbegleitend als externe die Prüfung als Erzieherin gemacht und dadurch konnte ich ab 1972 für meinen eigenen Unerhalt und für den meiner Kinder selber besser sorgen. Er zahlte nur den gesetzelichen Anteil für die Kinder das heißt etwa 200,00 Mrk im Monat pro Kind bis die Kinder 18 Jahre alt waren. Mit Schlag 18, beide waren noch in der Ausbildung bzw.in der Schule zahlte er nichts mehr für die Kinder. Habe ich einen Anspruch auf eine die kleine Witwenrente,
da auch mein Einkommen heute bescheiden ist.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-528
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

Antwort:

Leider teilen Sie nicht mit, wann Ihr geschiedener Mann verstorben ist, so dass ich nur allgemeine Informationen geben kann. Wahrscheinlich beantworten diese aber bereits Ihre Fragen. Weiter teilen Sie nicht mit, ob Ihr geschiedener Ehemann eine Beamtenversorgung oder eine gesetzliche Rente bezieht.

Anspruch auf kleine oder große Witwenrente besteht für den Ehegatten des Verstorbenen (§ 46 SGB VI). Dieses setzt voraus, dass die Witwe mit dem Verstorbenen zum Zeitpunkt seines Todes verheiratet war. Ich gehe nach Ihrer Schilderung davon aus, dass Sie zum Todeszeitpunkt nicht mehr mit ihm verheiratet waren, so dass Ansprüche auf Witwenrente grundsätzlich ausgeschlossen sind. Die Versorgung des geschiedenen Ehegatten wird im Rahmen des Versorgungsausgleichs im Rahmen des Scheidungsverfahrens geregelt. Soweit Sie seinerzeit auf eine Versorgung verzichtet haben, kann diese nun nicht als Rentenanspruch gegen die gesetzliche Rentenversicherung geltend gemacht werden.

Von dieser grundsätzlichen Regelung gibt es Ausnahmen.

Die wichtigste Ausnahme ist die Erziehungsrente (§ 47 SGB VI). Auf diese haben Sie keinen Anspruch, da die Ehe bereits vor dem 30.6.1977 geschieden wurde.

Stattdessen könnte ein Anspruch auf Witwenrente für die vor dem 1.7.1977 geschiedene Ehe bestehen (§ 243 SGB VI).

Dieser Anspruch setzt voraus, dass
- die Ehe vor dem 1.7.1977 geschieden wurde
- Sie nicht wieder neu geheiratet haben und
- Sie im letzten Jahr vor dem Tode des geschiedenen Ehegatten von diesem Unterhalt erhalten oder Anspruch auf Unterhalt hatten.

Der Anspruch besteht auch dann, wenn Unterhalt wegen Ihres eigenen Einkommens oder dem Gesamteinkommen des geschiedenen Mannes nicht bestand und Sie zum Zeitpunkt der Scheidung ein Kind erzogen haben und das 60. Lebensjahr vollendet haben (§ 243 Abs.3 SGB VI).

Die Erziehung der eigenen Kinder haben Sie geschildert und das Erreichen des 60. Lebensjahres unterstelle ich, so dass es letztlich nur darauf ankommt, ob ein Unterhaltsanspruch dem Grunde nach bestanden hat. Entscheidend ist nicht, dass tatsächlich Unterhalt gezahlt worden ist, sondern dass materiell-rechtlich ein Anspruch auf Unterhalt in einer gewissen Mindesthöhe bestanden hätte. Ein in der Vergangenheit ausgesprochener Unterhaltsverzicht Ihrerseits würde den Rentenanspruch allerdings entfallen lassen.

Zu diesen wichtigen Fragen enthält Ihre Anfrage leider keine weiteren Informationen. Aus den Angaben: eigenes kleines Einkommen und ehemaliger Leiter des Einwohnermeldeamtes schließe ich aber, dass ein solcher Anspruch wohl bestanden hat, wenn Sie nicht ausdrücklich auf ihn verzichtet haben.

Zur Wahrung Ihrer Rechte kann ich Ihnen daher nur empfehlen den Anspruch auf große Witwenrente geltend zu machen. Dieses geschieht beim Versicherungsamt Ihrer Wohngemeinde. Die DRV wird dann die Anspruchsvoraussetzungen prüfen.

Hat Ihr geschiedener Mann als Beamter ein Ruhegehalt bezogen, stellen Sie einen Antrag nach § 22 Abs.2 BeamtVG bitte bei der letzten Dienststelle Ihres geschiedenen Ehemannes. Unter vergleichbaren Voraussetzungen besteht dann Anspruch auf einen Unterhaltsbeitrag des Dienstherrn.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Witwenrente

Witwenrente im Ausland nicht möglich | Stand: 08.06.2015

FRAGE: Es geht um eine in Bosnien lebende Verwandte. Sie und der frühere Ehegatte sind bosnische Staatsangehörige und haben 1962 auch in Bosnien geheiratet. Der Ehegatte hatte in Deutschland geleb...

ANTWORT: Eine Witwenrente kann Ihre Verwandte nicht erhalten, da sie zum Zeitpunkt des Todes Ihres ehemaligen Ehemannes nicht mehr mit diesem verheiratet war. Witwenrenten können nur Personen erhalten, di ...weiter lesen

Witwenrente wird bei geschiedener Ehe nur in Ausnahmen gezahlt | Stand: 28.11.2014

FRAGE: Besteht ein Recht auf Witwenrente, für die Zeit meiner Ehe von 10 Jahren - Ehezeit von 1960 bis 1971- danach war ich alleinerziehend von 2 ehel. Kindern in der Zeit von 1963? Danach zog ich wege...

ANTWORT: Anspruch auf kleine oder große Witwenrente besteht für den Ehegatten des Verstorbenen (§ 46 SGB VI). Dieses setzt voraus, dass die Witwe mit dem Verstorbenen zum Zeitpunkt seines Tode ...weiter lesen

Rentenbezug nach Ehe von zwei Rentnern | Stand: 11.09.2014

FRAGE: Ausgangslage: 2 Rentner, 80 und 73 Jahre alt, beide verwitwet und mit Kindern außer Haus - 1 mit Beamtenpension- 1 bezieht soziale Sicherung, geringe RenteWenn die beiden Rentner heiraten würden...

ANTWORT: 1. Wenn zwei Personen zusammenleben von denen einer Sozialleistungen erhält (hier: Grundsicherung im Alter) bilden diese eine Bedarfsgemeinschaft mit der Folge, dass das Einkommen beider Persone ...weiter lesen

Rentenanspruch: Berücksichtigung von Zeitraum der ersten Ehe? | Stand: 12.10.2013

FRAGE: Ich war 20 Jahre verheiratet und heirate diese Person erneut. Demnach müsste nach meinem Tod, wenn die Ehe ein Jahr bestanden hat, ein Anspruch meiner Frau auf die große Witwenrente bestehen...

ANTWORT: 1. Wird der Zeitraum der ersten Ehe in irgendeiner Weise berücksichtigt? Antwort Rechtsanwalt: Bei der Frage, ob Ihre zukünftige und ehemalige Ehegattin Witwenrente beziehen wird, kommt es grundsätzlic ...weiter lesen

Kein Anspruch auf Witwenrente? | Stand: 03.07.2013

FRAGE: Nach dem Tod meines Ehemannes habe ich Witwenrente beantragt und erhalten. D.h. bis jetzt die 3 Monate -Übergangsrente. Da Mein Mann vermutlich Schulden hatte habe ich aber die Erbschaft beim hiesige...

ANTWORT: Die Ihnen nach dem Tode Ihres Ehemannes zugeflossene Rente steht als Witwenrente Ihnen alleine zu. Bei der Erhöhung in den ersten 3 Monaten handelt es sich ausschließlich um eine besondere Berechnun ...weiter lesen

Einkommensvorauszahlung von gering verdienender Person? | Stand: 11.12.2011

FRAGE: Grundsätzliches: Meine Schwester (Verwitwet) geht einer regelmäßigen Arbeit nach. Die Bezahlung mehr als dürftig. Sie bezieht Witwenrente und lebt seit dem Tod ihres Mannes (gestorbe...

ANTWORT: Die Erhebung der Steuervorauszahlung beruht auf § 36 EStG. Sie wird von den Finanzämtern immer dann erhoben, wenn das Einkommen des Steuerpflichtigen nicht wie bei abhängig Beschäftigte ...weiter lesen


Rechtsbeiträge

Interessante Beiträge zu Witwenrente

Fälschlich für tot erklärter Rentner
Nürnberg (D-AH) - Stellt der Versicherungsträger die Zahlungen an einen Rentner ein, weil der Mann von der Behörde zu Unrecht für tot erklärt wurde, darf er nicht einfach zu einem Anwalt gehen, um den amtlichen Unfug statt ...weiter lesen

Verfrühte Klage gegen säumige Behörden wird teuer
Nürnberg (D-AH) - Wer zu früh kommt, den bestrafen die Richter: Weil eine Frau zu schnell ihre Rentenversicherung wegen Untätigkeit verklagt hatte, blieb sie auf den Anwaltskosten sitzen. Wie die telefonische Re ...weiter lesen

Keine Rente für die Witwe
Nürnberg (D-AH) - Stirbt ein Ehegatte innerhalb eines Jahres nach der Heirat, hat die Partnerin meist keinen Anspruch auf eine Witwenrente. Darauf weist die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline im ...weiter lesen

Witwe ohne Beamtenrente
Nürnberg (D-AH) - Eine Witwenrente entfällt, wenn eine Beamten-Ehe nicht mindesten zwölf Monate angedauert hat. Vor allem aber sollte für den gesetzlichen Anspruch darauf die Eheschließung keine &u ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-528
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.823 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 23.03.2017
Ruhige klare Antworten des RA Böckhaus, so wurde die erste Aufregung genommen. Vielen Dank

   | Stand: 22.03.2017
Beratung war kompetent und genau. Danke!

   | Stand: 22.03.2017
Sehr gute Beratung,auf den Punkt..

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-528
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Rentenrecht | Arbeitsrecht | Sozialrecht | Rentenrecht | Halbwaisenrente | Hinterbliebenenrente | Höhe der Witwenrente | Kleine Witwenrente | Lebensjahr | Sterbegeld | Sterberecht | Todesfall | Waisengeld | Waisenrente | Witwen Und Waisenrente | Witwengeld

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-528
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen