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Verjährung eines Anspruchs

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 27.10.2014

Frage:

Ich habe eine Forderung an einen Verlag für Autorenhonorar (Verrechnungscheck) aus dem Jahr 1994 und 1995.
Der Verlag weigert sich zu zahlen mit Hinweis auf
" Diese Forderung ist bereits verjährt. Aus diesem Grund mache ich hiermit unter Berufung auf §214 Abs. 1 BGB von meinem Recht auf Einrede der Verjährung Gebrauch. "

Wie komme ich doch noch an mein Geld ohne Klage?

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Antwort:

Ein Verrechnungscheck, der in dem Land der Ausstellung zahlbar ist, ist innerhalb von acht Tagen bei dem durch den Scheck benannten Kreditinstitut vorzulegen (Art. 29 I ScheckG).
Haben Sie den Verrechnungscheck nicht innerhalb dieser acht Tagen bei dem zuständigen Kreditinstitut vorgelegt, können Sie aus dem Scheck keine Ansprüche mehr gegenüber dem Aussteller des Schecks geltend machen.

Es bleibt daher allein der Anspruch aus dem Scheck zugrunde liegenden Rechtsverhältnisses. Dies ist hier Ihr Anspruch auf Honorarzahlung. Dieser Honoraranspruch wird aus einem Dienstvertrag i.S.v. § 611 ff. BGB stammen, sodass er der regelmäßigen dreijährigen Verjährung unterliegt (§§ 194 Abs.1, 195 BGB).

Mithin hat sich der Verlag zu Recht auf die Verjährung des Anspruchs berufen. Daher besteht heute leider keine Möglichkeit mehr, die Forderung zu realisieren.



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