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Auftraggeber antwortet nicht auf E-Mails und Telefonanrufe eines Handwerkers

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Andreas Fischer
Stand: 26.09.2014

Frage:

Ich bin selbständiger Handwerker. Mein Auftraggeber antwortet nicht auf meine E-mails und Telefonate.

Wie soll ich mich verhalten?

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Antwort:

Wenn auch selten, so kann es doch vorkommen, dass aus welchen Gründen auch immer Personen es vorziehen, nicht per Telefon oder Email kontaktiert zu werden.

Selbstverständlich ist das professionell einfach zu respektieren und hinzunehmen.

Sie wählen in diesem Fall einfach ein anderes Kommunikationsmittel.

Am sichersten ist immer noch das altmodische Anschreiben, mit formellem Briefkopf, Betreff und Unterschrift sowie Firmenstempel.

Bitten Sie darin zunächst um eine persönliche Aussprache. Hilfsweise, im Falle, dass weiterhin keine Reaktion erfolgt, kündigen Sie weitergehende Schritte an, auf die später noch eingegangen wird.

Sollte sich daraus später ein Rechtsstreit entwickeln (z.B. je nach Sachlage Klage auf Schadensersatz oder Aufwendungsersatz aus dem Auftrag von Ihrer Seite aus, oder Klage auf Erfüllung bzw. Einrede der Nichterfüllung oder Schlechtleistung), so ist es wichtig, den Zugang dieses Schreibens zu dokumentieren.

Das recht günstige Einwurfprotokoll des Briefträgers bei Zustellung per Einschreiben per Post ist eine öffentliche Urkunde und belegt den Zugang mit ziemlicher Sicherheit. Dagegen ist fast kein Kraut mehr gewachsen.

Alternativ kommt auch ein eigener Einwurf in Frage oder per Boten (mit Einwurfprotokoll). Der Bote soll auch als unabhängiger Zeuge in Frage kommen, so dass der Zugang Ihres Schreibens nicht bestritten werden kann.

Entwurf eines formellen Einwurfsprotokolls

Betreff: Zugang eines Schriftstücks

Ich, Vorname, Nachname, Anschrift, bestätige, dass ich heute persönlich dabei war und gesehen habe,

Anschrift das Schreiben vom … des

Handwerksmeisters
Vorname, Nachname,
Anschrift

an

Herrn/ Frau Firma Vorname, Nachname, Anschrift


durch mich/ oder gegebenenfalls Herrn/ Frau Vorname, Nachname, Anschrift


in einen Briefumschlag gesteckt wurde und in den Briefkasten mit der Aufschrift:

… in der Strasse, Nr. Ort,

eingeworfen worden ist.

Weitere anwesenden Personen: Vorname, Nachname, Anschrift

Belege für Wohnsitz oder Unternehmenssitz des Auftraggebers:

Auskunft des Einwohnermeldeamts
Eintragung im Handelsregister/ Vereinsregister
Eigene Erklärung bzw. sonstige Dokumentation

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass auch Gerichtsvollzieher ohne weiteres durch Privatleute mit der Zustellung von Dokumenten beauftragt werden können, die Kosten belaufen sich um die 20 Euro.

Inhaltlich hängt Ihr weiteres Vorgehen von dem konkreten Sachstand des Auftrags ab. Dazu haben Sie uns leider keine weiteren Angaben gemacht. Rechtlich beurteilt sich der Auftrag gegenüber einem Handwerker normaler Weise nach Werkvertragsrecht, vgl. dazu §§ 631 ff. BGB. Im einzelnen hängen gegenseitige Rechte und Pflichte natürlich vom Stand des Auftrags ab, der mir unbekannt ist.

Daher skizziere ich Ihnen hier nur allgemeine Hinweise mit dem üblichen weiteren Vorgehen:

Wenn Sie selbst in der Angelegenheit noch keine wesentlichen Aufwendungen getätigt haben, dann fordern Sie am besten einen angemessenen Vorschuss an und stellen bis zur Zahlung die eigene Tätigkeit in der Angelegenheit ein. Normaler Weise ist die Situation genau anders herum, die Auftragnehmer rennen den Handwerkern hinterher, um einen Termin zu bekommen.

Tipp: Drängen Sie sich nicht auf, sondern machen Sie sich einfach selbst rar. Lassen Sie den Auftraggeber die Leistung bei Ihnen einfordern.

Tipp: Bei schwierigen Auftraggebern empfiehlt sich, nur noch auf Vorschuss zu arbeiten. Allein dadurch drehen Sie den Spieß auf elegante Art und Weise um. Denn wenn der Auftraggeber erst einmal etwas gezahlt hat, dann will er auch etwas sehen für sein Geld. Sie werden sehen, wie schnell er dann auf einmal plötzlich Ihnen hinterher rennt.

Wenn Sie bereits eigene Aufwendungen getätigt haben, dann erstellen Sie einfach, mit Hinweis auf fehlende Antworten, Zwischenabrechnung und machen weitere Arbeiten davon abhängig, dass Ihre Zwischenabrechnung erst einmal ausgeglichen wird.

Wenn Sie die eigenen Leistungen bereits voll erbracht haben, dann müssen Sie lediglich den vorgesehenen weiteren Weg beschreiten. Zunächst einmal sollten Sie ein paar Mal mahnen, und Fristen setzen. Danach können Sie entweder ein Inkassounternehmen oder einen Rechtsanwalt einschalten.

Alternativ können Sie bei kleineren Angelegenheit entweder einen Mahnbescheid beim zentralen Mahngericht Ihres Bundeslandes beantragen oder direkt eine Klage auf Zahlung beim zuständigen Amtsgericht einreichen, normaler Weise das Amtsgericht am Wohnsitz des Beklagten oder am Sitz des Unternehmens.

Das Ziel ist die Titulierung Ihres Anspruchs. Mit einem rechtskräftigen, zugestellten Titel können Sie dann bis zu 30 Jahre lang gegen den säumigen Schuldner vorgehen, u.a. per Gerichtsvollzieher oder Forderungspfändung z.B. von Einkommen und/ oder Bankkonten.

Im Klageverfahren helfen häufig Ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Sie von Ihrer Handwerkskammer bekommen, oder auch über Anwälte.

Vgl. dazu auch den AGB-Generator der Deutsche Anwaltshotline AG *1). Die AGB sollten durch einen Anwalt gegengelesen werden und sollten am besten direkt bei Auftragserteilung bereits mit zur Geschäftsgrundlage zu machen. Der Kunde muss sie gleich zusammen mit dem Auftrag unterzeichnen, häufig auch auf der Rückseite des Auftrags direkt drucktechnisch enthalten.


*) Unter meiner Antwort befinden sich:

Fußnoten, Zitate von einschlägigen Gesetzestexten, Urteilen, weiterführende Literatur, Links im Internet etc.

*1) http://www.deutsche-anwaltshotline.de/recht-auf-ihrer-website/agb-generator



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