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Forderung nach Eingangsbestätigung für einen noch nicht zugestellten Scheck

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 18.09.2014

Frage:

Da ich eine Erbschaft von meiner Tante aus USA erhalte, soll mir ein Scheck zugeschickt werden.
Jetzt schreibt mir der Nachlassverwalter, dass ich den Erhalt von diesem Scheck unterschreiben soll, bevor er ihn überhaupt geschickt hat. Er hat mir lediglich per E-Mail eine Kopie des Schecks, ausgestellt auf meinen Namen, geschickt. Ist das zulässig?
Zitat aus seiner E-Mail:

"The undersigned hereby acknowledges receipt of this distribute.
However before I can send the cheque I need you to sign the receipt enclosed herein and return it to me by e-mail or fax.
I cannot send the cheque until the Receipt is signed.
The undersigned also agrees to reimburse the Personal Representative for any unknown or unforeseen debts..."


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Antwort:

Es ist zum einem völlig unüblich den Erhalt eines Schecks zu bestätigen, den man tatsächlich gar nicht erhalten hat. Es besteht zudem die Gefahr, dass die Gutschrift eines vorgelegten Schecks gar nicht erfolgt oder nach wenigen Tagen widerrufen wird, wenn der Scheck nicht gedeckt ist. Sie haben dann zwar den Erhalt des Schecks oder des Geldes schriftlich bestätigt ohne Scheck oder Geld jeweils erhalten zu haben.

Geben Sie stattdessen Ihre Kontoverbindung an und bitten um Überweisung auf Ihr angegebenes Konto. Leisten Sie keine Vorauszahlung! Fordern Sie stattdessen den amerikanischen Absender auf für seine Dienstleistung eine ordentliche Rechnung zu schreiben und diese ggfs. von dem Überweisungsbetrag abzuziehen.

Vor solchen Scheckgeschäften kann nur eindringlich gewarnt werden. Unter soliden Geschäftsleuten erfolgt regelmäßig eine Überweisung, die den Geldfluss jederzeit nachweisbar macht und von der Kostenseite auch nicht besonders teuer ist. Sie ist zudem gerade im Auslandsverkehr oft schneller als die Übersendung eines Schecks per Post.

Bitte beachten Sie auch, dass Sie sich mit dem Schreiben verpflichten sollen dem „Personal Representative“ alle Kosten zu erstatten auch wenn sie unbekannt oder unvorhersehbar sind. Eine solche Blankoerklärung darf unter keinen Umständen abgegeben werden, da Sie sich damit zu unbekannten Zahlungen verpflichten.



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