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Medizinisch-Psychologische Untersuchung nach Führerscheinentzug

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 15.07.2012

Frage:

Ich habe vor gut 10 Jahren meinen Führerschein durch Drogen verloren.
Mir wurde 1 Jahr Drogenfreiheit und eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) verordnet.
Ich bin jetzt drogenfrei und will meinen Führerschein neu beantragen.
Meine Fragen sind:
1. Muss ich zur MPU?
2. Muss ich die 1-jährige drogenfreiheit nachweisen?

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Antwort:

Nach § 29 Abs.1 Ziff. 3 StVG ist die Eintragung der Anordnung der MPU im Kraftfahrzentralregister nach Ablauf von 10 Jahren zu löschen.

Diese 10-Jahresfrist beginnt in den Fällen der Versagung oder Entziehung der Fahrerlaubnis wegen mangelnder Eignung zum Führen eines KFZ (z.B. bei Drogen- oder Alkoholgenuss) erst 5 Jahre nach der Abgabe der Fahrerlaubnis § 29 Abs. 5 Satz 1 StVG). Das bedeutet, dass erst nach Ablauf von 15 Jahren das Zentralregister wieder „sauber“ ist und erst ab diesem Zeitpunkt wieder die Fahrerlaubnis ohne MPU beantragt werden kann.

Diese Frist wird allerdings unterbrochen und beginnt von neuem zu laufen, wenn zwischenzeitlich neue Eintragungen im Zentralregister vorgenommen worden sind.

Es steht Ihnen natürlich frei bereits früher eine MPU abzulegen.

Um die Fahrerlaubnis dann neu zu erhalten, müssen Sie dann allerdings die Drogenfreiheit nachweisen. Üblicherweise geschieht dieses durch die Abgabe einer Haarprobe an Hand derer man für viele Monate zurück den Konsum zahlreicher Drogen nachweisen kann. Da eine Drogenfreiheit von einem Jahr gefordert wird, darf die Haarprobe nicht zu kurz sein.

Fazit:
MPU ja, wenn Fahrerlaubnis vor Ablauf von 15 Jahren neu beantragt wird. Nachweis im Regelfall durch Haarprobe.

Falls Sie eine MPU beabsichtigen, sollten Sie prüfen, ob ein vorheriger Vorbereitungskurs vorteilhaft sein kann.



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kurz, knapp, aber sehr verständlich

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