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Aufteilung von Wohnungen mit Miteigentumsanteil

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling
Stand: 25.03.2014

Frage:

Ich will ein Haus mit 8 gleich großen Wohnungen in ETW aufteilen und jeder Wohnung einen Miteigentumsanteil von 125/1000 zuordnen.
Daneben gibt es einen tagebelichteten und beheizbaren Raum im UG, den ich als Teileigentum ausweisen will (damit der Raum unabhängig von den Wohnungen verkauft werden kann) mit einem Miteigentumsanteil 0/1000.

Ist dies zulässig?
Oder widerspricht dies gestzlichen Vorgaben?

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Antwort:

Die von Ihnen vorgesehene Verfahrensweise ist so definitiv nicht möglich.
Zum einen müssen gemäß § 7 WEG (Wohnungseigentumsgesetz) die Miteigentumsanteile in einem mit einzureichenden Aufteilungsplan konkret bezeichnet und mit dem entsprechenden Anteil an der Gesamtfläche benannt werden. Ein Null-Anteil an der Gesamtheit ist daher nicht eintragungsfähig.
Zudem benötigen Sie für jede zu bildende Einheit eine Bescheinigung der Baubehörde über die Abgeschlossenheit der jeweiligen Miteigentumsanteile.
Hiernach wird Sondereigentum nur eingeräumt, wenn die Wohnungen oder sonstigen Räume in sich abgeschlossen sind. Dies ist grundsätzlich möglich, wenn der Kellerraum nicht zu Wohnzwecken dienen soll, anderenfalls müssten sanitäre Einrichtungen vorhanden sein (§ 3 WEG).

In jedem Fall bedarf es einer konkreten Bruchteilsangabe am Gesamteigentum, da für jeden Miteigentumsanteil ein gesondertes Wohnungsgrundbuch bzw. Teilungsgrundbuch anzulegen ist. Hierfür sind zusätzlich zu den sich aus § 7 ergebenden Anforderungen die gebildeten Miteigentumsanteile anzugeben.

Es bleibt Ihnen also keine Alternative, als hier eine neue Bruchrechnung durchzuführen und den Anteil des Kellerraums an der Gesamtfläche mit entsprechender Reduzierung der übrigen Wohnungsanteile durchzuführen.



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