Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Pflicht Inkassokosten zu zahlen

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Andreas Fischer
Stand: 28.02.2014

Frage:

Ich habe einen Mahnbescheid erhalten, weil ich leider die Versicherungsbeträge für meine Tierversicherung auf Grund einer
eingetretenen Arbeitslosigkeit nicht bezahlen konnte.
Der Mahnbescheid sieht wie folgt aus:
1.Folgebetrag 13,96 EUR
2.Folgebetrag 13,96 EUR
3.Folgebetrag 13,96 EUR

Verfahrenskosten (Streitwert 41,88 Euro)
1.Gerichtskosten
-Gebühr §§ 3. 34 Nr.1100 KV GKG 32,00 EUR
2.Rechtsanwalts-/Rechtsbeistandkosten: 22,50 EUR
-Gebühr (Nr.3305 VV RVG)
Die nach NR.2300 ff. VV RVG vorgerichtlich
entstandene Geschäftsgebühr wurde in Höhe
von 22,50 EUR antragsgemäß angerechnet,
§ 15a RVG.
-Auslagen ( Nr.7001/7002 VV RVG) 9,00 EUR
-19,00% MWSt (Nr.7008 VV RVG) 5,99 EUR
Summe Kosten 69,49 EUR
Nebenforderungen:
1. Inkassokosten 48,20 EUR
2. Anwaltsvergütung für vorgerichtliche
Tätigkeit 64,26 EUR
Gesamtkosten 223,83 EUR

Ich habe die Versicherungsbeträge, die Gerichtskosten und Rechtsanwaltsgebühren heute online überwiesen.
Muss ich die Inkassokosten und die außergerichtliche Tätigkeit ebenfalls bezahlen? Das ich die Gerichtskosten und die Anwaltskosten bezahlen muss ist mir klar.
Aus den 3 Beitragsraten von 41,88 sind nun 223,83 Euro geworden.
Und das selbe nochmal für einen zweiten Hund. Das sind dann zusammen 447,66 Euro.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Andreas Fischer   |Hier klicken

Antwort:

Wenn der Mahnbescheid nicht mit dem Widerspruch/ Einspruch angefochten wird, und Vollstreckungsbescheid ebenfalls nicht fristgerecht angegriffen wird, müssen Sie die gesamten Kosten bezahlen, unabhängig davon, ob diese berechtigt sind oder nicht.
Sie können aber gegen den Mahnbescheid in der darin angegebenen Frist (Teil)Widerspruch einlegen.

Soweit der Anspruch in Ordnung ist, wie Sie das vom Prinzip her richtig erkannt haben, würde ich einen teilweisen Widerspruch empfehlen und den Rest sofort bezahlen.

Nach § 280 Abs. 2 in Verbindung mit § 286 BGB hat der Schuldner einer Leistung im Falle der verspäteten Leistung den durch den Verzug entstandenen Schaden zu erstatten.

Zu dem Verzugsschaden bei nicht rechtzeitiger Zahlung zählen auch die Kosten der Rechtsverfolgung.

Dazu gehören insbesondere die (notwendigen) Kosten für Mahnschreiben, die nach Eintritt des Zahlungsverzuges an den säumigen Schuldner gerichtet werden, vgl. allg. dazu: Heinrichs in Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 71. Auflage, § 286 Rz. 44 ff. mit weiteren Nachweisen. Inkassokosten sind insoweit nicht erstattungsfähig, als Sie zu den eigenen Pflichten des Mahnenden gehören.

Nach der Rechtsprechung sind in diesem Rahmen Inkassokosten und Mahnkosten an sich auf die Kosten der Verfolgung durch einen Rechtsanwalt bei Abrechnung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) beschränkt.

Hier wäre die Empfehlung, die üblichen 1,3 Rechtsanwaltsgebühren auf die Hauptsumme, sowie die Gebühren des Mahnbescheids zu erstatten zuzüglich der MB-Gebühr abzüglich der anzurechnenden 0,65, und es im Übrigen auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen.

Geschäftsgebühr nach RVG

bei Streitwert (41,88 €) 1,3 32,50 €
Auslagen 6,50 €
Summe (ohne U-Steuer): 39,00 €
Umsatzsteuer 6,24 €
Summe: 45,24 €

Mahnbescheid

1,0 Verfahrensgebühr Nr. 3305 VV RVG
Vollstreckungsbescheid
0,5 Verfahrensgebühr Nr. 3308 VV RV

Verfahrensgebühr 41,88 € 1 25,00 €
Summe (ohne U-Steuer): 30,00 €
Umsatzsteuer 4,80 €
Summe: 34,80 €

Die 1,3-Geschäftsgebühr für die außergerichtliche Vertretung (Nr. 2300 VV) wird nach Vorbem. 3 Abs. 4 gem. Vorbem. 3 Abs. 4 VV mit 0,65 angerechnet.

Geschäftsgebühr 45,24
MB-Gebühr 34,80
Anrechnung der Geschäftsgebühr 0,65 29,41
Es verbleiben von der MB-Gebühr:
5,39 €

Leider ist im Einzelnen einiges umstritten und manche Richter am Amtsgericht tanzen bei Einzelheiten aus der Reihe. Eine Klage über den Rest müsste aber eigentlich dann abgewiesen werden, selbst wenn ein Kollege sich die Mühe machen sollte, da noch eine Klage nachzuschieben.



Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Inkassokosten

Kündigung nur in vorgeschriebener Form wirksam | Stand: 18.08.2014

FRAGE: Im April 2014 habe ich eine 1-monatig Mitgliedschaft bei einer Kontaktbörse abgeschlossen. Dieses Monatspaket wurde auch von mir bezahlt bzw. vom Anbieter am 06.05.2014 per Lastschrift abgebucht...

ANTWORT: Der Zahlungsaufforderung des Inkassounternehmens müssen Sie nur nachkommen, sofern die geltend gemachte Forderung berechtigt ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Betrag von 146,5 ...weiter lesen

Mahnungen an alte Adresse geschickt | Stand: 08.02.2014

FRAGE: Ich habe im April 2013 von X eine Lieferung erhalten. Der Lieferung lag nur ein Lieferschein bei. Im Jahr 2011 oder 2012 wurden bei uns im Ort alle Straßenbezeichnungen geändert. Ich bin mi...

ANTWORT: Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie die fragliche Lieferung zunächst einmal bestellt und auch richtig erhalten, aber bislang nicht bezahlt. Sie möchten nun einwenden, dass Sie die Rechnun ...weiter lesen

Stromanbieter beauftrag Inkasso-Unternehmen | Stand: 19.12.2013

FRAGE: Als Vermieter einer Wohnung an eine WG hatte ich einen Stromliefervertrag mit Vattenfall geschlossen. Zum 1.1.2011 habe ich den Stromlieferanten gewechselt, dieser konnte den Übergang aber nicht rechtzeiti...

ANTWORT: 1. Die Stellungnahme von Vattenfall erhielt ich ausschließlich per Mail. Handelt es sich hierbei um eine rechtswirksame Zustellung oder kann ich die Mail ignorieren? Antwort Rechtsanwalt:Fü ...weiter lesen

Rechnung nicht erkannt und in Verzug geraten - Nun Inkasso kosten - ist dies Rechtens ? | Stand: 06.08.2011

FRAGE: Der Stromanbieter FlexStrom AG schickte mir ein Schreiben, das ich nicht als Rechnung (Vorrauskasse) erkannt hatte. Aber der Satz ,dass die Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechne...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin, leider muss ich Ihnen mitteilen, dass sich die Firma Flexstrom korrekt verhalten hat und im Recht befindet.Dabei gehe ich davon aus, dass das von Ihnen angesprochene Schreiben de ...weiter lesen

Fristlose Kündigung wegen einer Rücklastschrift | Stand: 06.04.2010

FRAGE: Im November 2009 ist eine Lastschrift nicht abgebucht wurden. Es handelt sich hier um einen Betrag in Höhe von 45 Euro. Nach der ersten Mahnung habe ich eine Einzugsermächtigung an E Plus geschickt...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandant, legen Sie Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein. Wenn der Telefonanbieter den Mahnbescheid begründet und ein streitiges Verfahren bei Gericht stattfindet, können Sie ein ...weiter lesen

Kann vom Inkassobüro eine Bestätigung des Zahlungseingangs gefordert werden? | Stand: 08.12.2009

FRAGE: Kann ich eine Bestätigung meiner Zahlung des Inkassobetrages und der Löschung meiner gespeicherten Daten verlangen? ...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,wenn Sie eine Forderung und Inkassogebühren vollständig beglichen haben, dann können Sie vom Gläubiger und vom Inkassobüro eine schriftliche Bestätigun ...weiter lesen


Rechtsbeiträge über Zivil-/ Zivilprozeßrecht
Interessante Beiträge zu Inkassokosten

Sind Mahngebühren und Verzugskosten zulässig?
| Stand: 10.12.2015

Jedem ist die Situation bekannt: Man hat eine Rechnung übersehen und bekommt vom Gläubiger eine Aufforderung zugesendet, die mit Mahnung überschrieben ist und zumeist eine Gebühr in Höhe von 6 bis ...weiter lesen

Inkassokosten als Verzugsschaden
| Stand: 11.04.2014

Immer wieder stellt sich bei Forderungen, die ein Schuldner trotz Erstmahnung nicht beglichen hat, die Frage, ob für die weitere Geltendmachung das Einschalten eines Inkassobüros notwendig ist oder ob insbesondere ...weiter lesen

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-25
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen
Kontakt zum Autor des Beitrages:
Rechtsanwalt Andreas Fischer   |Hier klicken

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.609 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 16.01.2017
Vielen Dank für die sehr gute Beratung

   | Stand: 13.01.2017
Ein sehr freundlicher, kompetenter Anwalt, der in wenigen Minuten einen komplizierten Sachverhalt lösen konnte.

   | Stand: 09.01.2017
Bei dem Gespräch mit dem Anwalt kam auch die Deutsche Anwaltshotline ins Gespräch. Neugierig geworden habe ich nach Beendigung des Telefongespräches gesucht und auch gefunden und meine Meinung kundgetan. Ich wünschte mir in unserer Nähe auch so kompotente Beratung, da ging es mir oft besser. Danke für die Beratung.

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Zivilrecht | Wettbewerbsrecht | Zivilrecht | Rentenrecht | Anmahnung | Inkassoverfahren | Mahnfrist | Mahngebühren | Mahnschreiben | Mahnung | Mahnwesen | Rechnung | Schuldner | Zahlungsaufforderung | Zahlungserinnerung | Zahlungsklage

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns täglich mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-25
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen