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Beitragssatz für freiwillig Versicherte bei gesetzlicher Krankenkasse

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 19.07.2013

Frage:

Wir sind ein Ehepaar (55), ich arbeite zur Zeit 24 h und mein Mann ist über mich bei der AOK familienversichert. Er arbeitet nicht und hat auch kein Einkommen. Sollte ich auch nicht mehr arbeiten, wie hoch ist dann der Privatversicherungsbeitrag bei der gesetzlichen Krankenkasse? Allerdings habe ich Mieteinnahmen in Höhe von ca. 50.000 Euro netto pro Jahr. Kann mein Mann bei Privatversicherung weiterhin über mich familienversichert bleiben? Gibt es ev. andere Möglichkeiten?

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Antwort:

Die Bemessung der Beitragssätze für die freiwillig Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung ergibt sich aus § 240 Abs. 4 SGB V, den Satzungen der Krankenversicherer und Beitragsverfahrensgrundsätzen für Beitragszahler des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen.

Grundsätzlich ist die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Mitglieds maßgeblich. Dazu zählen auch die Mieteinnahmen allerdings nach Abzug der Werbungskosten: also die Nettomiete.

Die Obergrenze des anrechenbaren Einkommens bildet die Beitragsbemessungsgrenze, die 2013 bei monatlich 3937,50 € liegt. Sie wird jährlich angepasst. Da Ihr Einkommen nach Ihren Angaben über dieser Grenze liegt, ist die Beitragsbemessungsgrenze anzuwenden. Weiteres grundsätzlich anrechenbares Einkommen z.B. aus Kapitalerträgen spielt also keine Rolle mehr.

Ausgehend von dem aktuellen Beitragssatz von 14,9% ergibt sich daraus eine monatliche Belastung 586,69 €. Hinzukommen die Kosten der Pflegeversicherung in Höhe von 80,72 €.

Für diesen Betrag ist Ihr Ehemann im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei mit versichert. Eine eigene Versicherungspflicht besteht ab einem Einkommen, das über die Grenzen einer geringfügigen Beschäftigung hinausgeht.

Angesichts dieser Zahlen sei der Hinweis darauf erlaubt, dass eine Tätigkeit, die knapp über der Grenze der Versicherungspflicht liegt, wirtschaftlich durchaus lukrativ sein kann, da dann weiter Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung mit einem sehr geringen Beitrag besteht. Versicherungspflicht besteht im Übrigen auch während des Bezuges von Arbeitslosengeld.



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   | Stand: 21.07.2017
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   | Stand: 19.07.2017
Vielen Dank an Herrn Rauhut für die äußerst aufschlußreiche Auskunft! Es ist grundsätzliche Klarheit im Vorgehen für uns bei dem sehr sachlichen und freudlichen Gespräch entstanden!

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TOLL ERKÄRT SO DAS MAN ES VERSTANDEN HAT. SEHR HIFREICH. WÜRDE MICH ZU JEDER ZEIT WIEDER AN SIE WENDEN.

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