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Steuern auf Wertzuwachs?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 22.05.2013

Frage:

Meine Frage betrifft die Steuerpflicht bei der Verteilung von Erbgut. Ich besitze, als drittes Mitglied einer Erbengemeinschaft, ein Drittel Anteil am Haus meines 1991 verstorbenen Vaters. Meine Schwester möchte meinen Anteil kaufen. Würde dieser Vorgang korrekt beschrieben als "Erbauseinandersetzung" oder als "kommerzielle Transaktion"? Ich möchte, wenn möglich, verhindern, dass Steuern auf einen eventuellen Wertzuwachs anfallen.

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Antwort:

Erbschaftssteuer fällt auf Grund der bestehenden Freibeträge nur dann an, wenn der Erbteil jeden Kindes 400.000 € übersteigt. Sollte der Wert des Erbes unter diesem Betrag liegen, sind erbschaftssteuerrechtliche Überlegungen überflüssig.

Davon abgesehen fällt bei einer Erbauseinandersetzung keine erneute Erbschaftssteuer an. Bei einer Erbauseinandersetzung handelt es sich nämlich nicht um eine direkte Zuwendung durch den Erblasser. Erbschaftssteuerrechtlich ist dieser Vorgang bereits bei Übergang des Hauses in die Erbengemeinschaft erfasst worden, so dass eine erneute Besteuerung eine Doppelbesteuerung wäre, die vom Gesetz nicht vorgesehen ist.

Da nach § 3 Abs.3 Grunderwerbssteuergesetz bei Auflösung einer Erbengemeinschaft auch keine Grunderwerbssteuer anfällt, ist nicht ersichtlich, dass bei einem Verkauf des Erbanteils bei Ihnen Steuern anfallen.

Diese stehen einem angemessen Verkauf also nicht entgegen.



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