Der direkte Draht zum Anwalt:
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.

Versteuerung der auf einmal ausgezahlten Renteneinkünfte


Online-Rechtsberatung von N. N.
Stand: 23.04.2013

Frage:

Meine Rente wurde 2004 falsch berechnet; nach vielen Einschreibebriefen erfolgte Nachberechnung von Okt. 2004 bis Nov. 2012 .-
Nachzahlung insgesamt 3.300 € inklusive 4 % Zinsen.
Die Rentenberechnungen von 2004 bis 2012 wurden für nichtig / unwirksam erklärt.Monatsweise wurde die Nachberechnung ( 60 Seiten ) berechnet,dazu Krankenkasse +Pflegevers.-Beiträge + die jeweils nachzuzahlende Rente!
Frage: Ist diese Nachzahlung nach der Fünftelregelung zu versteuern?
Ich stünde mich besser,wenn es detailiert jahrgangsweise nachzuversteuern wäre:

In den Jahren 2005 bis 2009 hatte ich gem. Steuerbescheide immer unter 2.500 € steuerpflichtige Einkünfte . Mithin auch keine Steuerpflicht,wenn man da 2.000 oder 3.000 € Einkommen hinzurechnet ergibt Steuerpflicht = Null.

E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-528
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

Antwort:

Sie haben vollkommen richtig gesehen, dass die auf einmal ausgezahlten Renteneinkünfte nach der der Fünfjahresregel versteuert werden können.

Die durch den Rückzahlungsbescheid über mehrere Jahre kumulierten Renteneinkünfte gehören zu den außerordentlichen Einkünften nach § 34 Einkommensteuergesetz (EStG).
Nach § 34 Absatz (2) Ziff. 4 EstG kommen als außerordentliche Einkünfte nur in Betracht:

4. Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten; mehrjährig ist eine Tätigkeit, soweit sie sich über mindestens zwei Veranlagungszeiträume erstreckt und einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfasst.

Diese mehrjährige Tätigkeit wird weit ausgelegt und erfasst alle Einkünfte, deren Zusammenballung aus wirtschaftlich vernünftigen Gründen erfolgt.

Nachzahlung von Renten gehören auch dazu, dies ergibt sich unmittelbar aus den Einkommensteuerrichtlinien zu § 34- (Richtlinie 34.4 Abs. 1 Satz 2 EStR 2008 *2).
Für diese außerordentlichen Einkünfte beträgt nach dem Gesetz die anzusetzende Einkommensteuer das Fünffache des Unterschiedsbetrags zwischen der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) und der Einkommensteuer für das verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines Fünftels dieser Einkünfte.

Die Finanzverwaltung ist über die Selbstbindung an diese Auslegung gebunden, es empfiehlt sich ein Hinweis auf die Richtlinie im Rahmen der Steuererklärung.


*) Unter meiner Antwort befinden sich:

Fußnoten, Zitate von einschlägigen Gesetzestexten, Urteilen, weiterführende Literatur, Links im Internet etc.

*1) § 34 EStG Außerordentliche Einkünfte

(1) 1Sind in dem zu versteuernden Einkommen außerordentliche Einkünfte enthalten, so ist die auf alle im Veranlagungszeitraum bezogenen außerordentlichen Einkünfte entfallende Einkommensteuer nach den Sätzen 2 bis 4 zu berechnen. 2Die für die außerordentlichen Einkünfte anzusetzende Einkommensteuer beträgt das Fünffache des Unterschiedsbetrags zwischen der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) und der Einkommensteuer für das verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines Fünftels dieser Einkünfte. 3Ist das verbleibende zu versteuernde Einkommen negativ und das zu versteuernde Einkommen positiv, so beträgt die Einkommensteuer das Fünffache der auf ein Fünftel des zu versteuernden Einkommens entfallenden Einkommensteuer. 4Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht für außerordentliche Einkünfte im Sinne des Absatzes 2 Nummer 1, wenn der Steuerpflichtige auf diese Einkünfte ganz oder teilweise § 6b oder § 6c anwendet.
(2) Als außerordentliche Einkünfte kommen nur in Betracht:
1.
Veräußerungsgewinne im Sinne der §§ 14, 14a Absatz 1, der §§ 16 und 18 Absatz 3 mit Ausnahme des steuerpflichtigen Teils der Veräußerungsgewinne, die nach § 3 Nummer 40 Buchstabe b in Verbindung mit § 3c Absatz 2 teilweise steuerbefreit sind;
2.
Entschädigungen im Sinne des § 24 Nummer 1;
3.
Nutzungsvergütungen und Zinsen im Sinne des § 24 Nummer 3, soweit sie für einen Zeitraum von mehr als drei Jahren nachgezahlt werden;
4.
Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten; mehrjährig ist eine Tätigkeit, soweit sie sich über mindestens zwei Veranlagungszeiträume erstreckt und einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfasst.
(3) 1Sind in dem zu versteuernden Einkommen außerordentliche Einkünfte im Sinne des Absatzes 2 Nummer 1 enthalten, so kann auf Antrag abweichend von Absatz 1 die auf den Teil dieser außerordentlichen Einkünfte, der den Betrag von insgesamt 5 Millionen Euro nicht übersteigt, entfallende Einkommensteuer nach einem ermäßigten Steuersatz bemessen werden, wenn der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet hat oder wenn er im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunfähig ist. 2Der ermäßigte Steuersatz beträgt 56 Prozent des durchschnittlichen Steuersatzes, der sich ergäbe, wenn die tarifliche Einkommensteuer nach dem gesamten zu versteuernden Einkommen zuzüglich der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte zu bemessen wäre, mindestens jedoch 14 Prozent. 3Auf das um die in Satz 1 genannten Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) sind vorbehaltlich des Absatzes 1 die allgemeinen Tarifvorschriften anzuwenden. 4Die Ermäßigung nach den Sätzen 1 bis 3 kann der Steuerpflichtige nur einmal im Leben in Anspruch nehmen. 5Erzielt der Steuerpflichtige in einem Veranlagungszeitraum mehr als einen Veräußerungs- oder Aufgabegewinn im Sinne des Satzes 1, kann er die Ermäßigung nach den Sätzen 1 bis 3 nur für einen Veräußerungs- oder Aufgabegewinn beantragen. 6Absatz 1 Satz 4 ist entsprechend anzuwenden.

*2) Einkommensteuer-Richtlinien 2008 (EStR 2008)

R 34.4 Anwendung des § 34 Abs. 1 EStG auf Einkünfte aus der Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit (§ 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG)

zu § 34 EStG

Allgemeines

(1) 1§ 34 Abs. 2 Nr. 4 i.V.m. Abs. 1 EStG gilt grundsätzlich für alle Einkunftsarten. 2§ 34 Abs. 1 EStG ist auch auf Nachzahlungen von Ruhegehaltsbezügen und von Renten i.S.d. § 22 Nr. 1 EStG, einschließlich der nachgezahlten Erhöhungsbeträge für den laufenden VZ anwendbar. 3Voraussetzung für die Anwendung ist, dass auf Grund der Einkunftsermittlungsvorschriften eine Zusammenballung von Einkünften eintritt, die bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit auf wirtschaftlich vernünftigen Gründen beruht und bei anderen Einkünften nicht dem vertragsgemäßen oder dem typischen Ablauf entspricht.



Rechtsbeiträge
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu Grundrente

Opferrente eingestellt | Stand: 14.06.2013

FRAGE: Seit 2009 beziehe ich von der Landesregierung Düsseldorf die SED-Opferrente von €250.00 (ich bin Rentnerin) wegen politischer Haft in der DDR (18 Monate, wegen versuchter Rep.flucht im Mai 1973)...

ANTWORT: Frage: Kann man tatsächlich ohne vorherige Benachrichtigung und plausible Begründung die Zahlung der Opferrente einstellen? Antwort Rechtsanwalt: Wir befinden uns in einem Rechtsstaat und di ...weiter lesen

Rentenanspruch aus der DDR nicht übernommen | Stand: 20.07.2012

FRAGE: Meine Frau besaß in der DDR einen Rentenanspruch für 7 Jahre Pflege unserer schwerkranken Tochter. Mit welchem Recht wurde dieser Anspruch von der BRD nicht übernommen, so dass ihre Rent...

ANTWORT: Die Renten in der DDR waren nicht marktwirtschaftlich kalkuliert und insgesamt grundsätzlich unterfinanziert. Sie mussten mit hohen staatlichen Zuschüssen finanziert werden. Sie wurden auch gege ...weiter lesen

Kündigung der Rentenzusatzversicherung - Abzüge für eingezahlte Beträge hoch | Stand: 20.04.2012

FRAGE: Ich habe meine Zusatz-Rentenversicherung (VBLU) nach 16 Jahren gekündigt und hätte jetzt (einschließlich des Arbeitgeberanteils) 25.000 € bekommen. Der Betrag ist nach dieser Zei...

ANTWORT: Der einbehaltene Betrag – nach Ihren Angaben für Kranken- Pflege- und Sozialversicherung, erscheint mir in der Tat recht hoch, könnten aber doch berechtigt sein. Es könnte sein, j ...weiter lesen

Nebenverdienst neben der Rente | Stand: 20.03.2011

FRAGE: Ich wurde zum 31.12.2010 wegen andauernder Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt und beziehe seit dem 1.1.2011 Versorgungsbezüge.Habe ich die Möglichkeit etwas dazu zu verdienen? W...

ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin, da mir ihr Alter nicht bekannt ist, werde ich allgemein antworten um sie dahingehend aufzuklären. Zu Frage 1) Grundsätzlich dürfen Rentner, die bereits das 65. Lebensjah ...weiter lesen

Besteht ein Rechtsanspruch auf Zahlung einer Abfindung? | Stand: 17.06.2010

FRAGE: Ich bin jetzt seit 29 Jahren bei der Firma. Ich bin seit 15.04.09 ununterbrochen krank geschrieben. Ich hatte die Rente eingereicht nach 1/2 Jahr kam die Absage. Ich ging vor das Sozialgericht und hab...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Leider besteht bei der von Ihnen geschilderten Fallgestaltung kein Rechtsanspruch auf Zahlung einer Abfindung. Anspruch auf Zahlung einer Abfindung besteht grundsätzlich nur ...weiter lesen

Kann mit 49 Jahren schon Rente bezogen werden? | Stand: 31.01.2010

FRAGE: Besteht rein rechtlich die Möglichkeit mit 49 Jahren aus dem Berufsleben auszusteigen und irgendwelche Bezüge (auch sehr geringe) aus meiner Rentenversicherung zu beziehen? ...

ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Grundsätzlich gilt; Anspruch auf die so genannte Regelaltersrente hat fast jeder bei der Deutschen Rentenversicherung Bund Versicherte, der in seinem Leben gearbeitet oder Kinde ...weiter lesen


E-Mail-Beratung:
Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.
Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-528
1,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen

SEHR GUT
4.5 Sternenbewertungen

19.852 Kundenbewertungen
Bewerten auch Sie den Anwalt
nach dem Gespräch !

   | Stand: 29.03.2017
Danke! Wenn man ein rechtliches Problem hat möchte man gerne sofort seine Chncen und Risiken kennen. Ich kenne keine anderen Anwalt bei dem das schneller geht eine erste Einschätzung zu bekommen! Danke Dass es Euch gibt!

   | Stand: 28.03.2017
RA Andreas Wegener ist ein kompetenter und freundlicher Anwalt - sehr empfehlenswert! Die Anwaltshotline ist ein guter Service, den ich schon häufig und gerne genutzt habe, um schnell und unkompliziert kompetente Antworten auf kinifflige Fragen zu bekommen.

   | Stand: 28.03.2017
ich finde diese Einrichtung sehr sehr hilfreich - gerade wenn man nicht so recht weiß, wohin man sich wenden kann Vielen Dank nochmals

Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-528
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen



Wichtige Themen:

Rechtsanwalt für Rentenrecht | Mietrecht | Spätaussiedlerrecht | Rentenrecht | Halbwaisenrente | Hinterbliebenenrente | Intelligenzrente | Invalidenrente | Kleine Witwenrente | Rente | Rente für langjährig Versicherte | Teilrente | Unfallrente | Waisenrente | Witwen Und Waisenrente | Witwenrente | Zeitrente | EU Rente | Zwangsrente | Opferrente

Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:


ERFOLGSAUSSICHTEN CHECK

Lassen Sie 10 Anwälte urteilen

Lohnt sich ein Anwalt? Lassen Sie das Risiko Ihrer Rechtsangelegenheit von unabhängigen Rechtsanwälten bewerten. ...weiter lesen
Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:

HOMEPAGE TOOLS
NEU und exklusiv für Webmaster

Machen Sie Ihre Website rechtssicher! Mit unseren kostenlosen Homepage-Tools minimieren sie das Risiko einer Abmahnung. Egal ob Impressum, Disclaimer oder AGB. ...weiter lesen
Recht auf Ihrer Website

JURA TICKER

Die neuesten Meldungen auf Ihrer Website
Der Jura-Ticker bietet Ihren Besuchern aktuelle Gerichtsurteile, die stets interessant und leserfreundlich geschrieben sind. Dieser Content ist kostenlos in jede Website integrierbar und wird von uns regelmäßig mit einer neuen Meldung bestückt. Rechtsgebiete, Größe und Farben des Tickers können dabei an den eigenen Internetauftritt angepasst werden.

Deutsche Anwaltshotline
Anwaltshotline
Der direkte Draht zum Anwalt:

0900-1 875 000-528
(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)
*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunktnetzen


E-Mail Beratung Online-Rechtsberatung per E-Mail. Antwort innerhalb weniger Stunden „schwarz auf weiß“. Jetzt Anfragen