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Geschäftsaufgabe - Wechsel in Familienkrankenversicherung?

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Dr. Dietmar Breer
Stand: 14.02.2013

Frage:

Bin 56 Jahre, selbstständig und privat krankenversichert. Muss nun aus wirtschaftlicher Sicht mein Geschäft schließen und gebe mein Gewerbe auf. Gehe dann in die Familienversicherung meines Mannes in die AOK. Was passiert danach? Kann ich bis ans Lebensende in der AOK bleiben ob in der Familienversicherung oder als selbstversichert?

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Antwort:

Durch die Aufgabe Ihres Gewerbes ändert sich an Ihrer Krankenversicherung nichts; insbesondere können Sie auch nicht Mitglied der Familienversicherung bei Ihrem Mann werden.

Der Eintritt in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur bis zumeinem Alter von 55 Jahren möglich, wie sich aus § 6 Abs.3a SGB V ergibt:

3a) Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nach § 5 Abs. 5 nicht versicherungspflichtig waren.

Da ich davon ausgehe, dass Sie bereits länger als 5 Jahre privat versichert sind, ist der Weg zurück in die gesetzliche Versicherung versperrt.

Dem entspricht auch der § 10 Abs.1 Ziff.3 SGB V, der festlegt, dass Ehegatten nicht Mitglied der Familienversicherung werden können, wenn sie versicherungsfrei sind (s.o.).

Wenn Ihnen die Kosten der privaten Versicherung zu hoch sind, sollten Sie versuchen dort in einen günstigeren Tarif versetzt zu werden.



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