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Kündigung im Betrieb - Aufhebungsvertrag unterschreiben?


Online-Rechtsberatung von N. N.
Stand: 01.02.2013

Frage:

Habe meinen Job in der Probezeit fristgerecht zum 28.2.13 gekündigt. Nun gibt es Schwierigkeiten mit einem Kollegen und mein Chef möchte einen Aufhebeungvertrag machen (am Montag)
Meine Fragen:
Ich will klar haben (liegt ja auch schriftlich vor) dass ich gekündigt habe. Riecht Aufhebungsvertrag nicht immer nach "Das Unternehmen wollte Dich friedlich loswerden"?
Außerdem möchte ich mein Feb-Gehalt noch bekommen. Hab noch 4 Urlaubstage. Wie soll ich vorgehen.

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Antwort:

Der Aufhebungsvertrag hat den Vorteil, dass Sie damit in Zukunft sich selbst als ein guter Verhandler präsentieren können. Das „Rechthaben“ in Form einer Eingenkündigung ist weniger wichtig als das Abschiednehmen im guten Einvernehmen.
Im Optimalfalll wollen Sie Ihre ehemaligen Arbeitgeber als Referenzen angeben können. Auch der spätere Kontakt mit Arbeitskollegen ist immer besser, wenn es einen Aufhebungsvertrag gegeben hat. Ein neuer Arbeitgeber liest lieber, daß Sie sich mit ihrem alten Arbeitgeber immer noch gut verstehen. Wenn Sie selbst kündigen, dann bleibt immer etwas Negatives auch an Ihnen hängen.
Daher: Gehen Sie hin und verhandeln einen Aufhebungsvertrag. Neben dem Urlaub sollten Sie ein günstiges Arbeitszeugnis aushandeln. Formulieren Sie das bis Montag bereits vor, und ebenso Ihre Konditionen des Ausscheidens. Wenn Sie den Urlaub nicht mehr bekommen, dann haben Sie ein Recht auf entsprechendes Entgelt (vgl. dazu § 11 Bundesurlaubsgesetz*1)).

*) Unter meiner Antwort befinden sich:

Fußnoten, Zitate von einschlägigen Gesetzestexten, Urteilen, weiterführende Literatur, Links im Internet etc.

*1) § 11 BurlG Urlaubsentgelt
(1) Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes. Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während des Berechnungszeitraums oder des Urlaubs eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen. Verdienstkürzungen, die im Berechnungszeitraum infolge von Kurzarbeit, Arbeitsausfällen oder unverschuldeter Arbeitsversäumnis eintreten, bleiben für die Berechnung des Urlaubsentgelts außer Betracht. Zum Arbeitsentgelt gehörende Sachbezüge, die während des Urlaubs nicht weitergewährt werden, sind für die Dauer des Urlaubs angemessen in bar abzugelten.
(2) Das Urlaubsentgelt ist vor Antritt des Urlaubs auszuzahlen.



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