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Abtritt von Rentenanspruch an Ex-Frau

Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Andreas Fischer
Stand: 18.01.2013

Frage:

Meine erste Ehe wurde 1986 geschieden und meine Frau erhielt ca. 40% von meinem Rentenanspruch. Dann heiratete sie wieder.
Meine Frage:
Sind die 40% für mich unwiederbringlich verloren, oder hat sich durch ihre Heirat die Situation geändert?

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Antwort:

Die 40 % sind für Sie unwiderruflich verloren, daran ändert die Neuheirat nichts.

Der Ausgleich der Rente bei einer Scheidung beruht auf dem Gedanken des gemeinsamen Zugewinns. Es wird dabei angenommen, daß die Ehepartner als Solidargemeinschaft in und während der Ehe zu gleichen Teilen zu den Rentenansprüchen beigetragen haben.
Wenn nun ein Ehegatte höhere Rentenansprüche erworben hat (in diesem Falle Sie) muss er aus Gründen der Fairness diese anteilig an den anderen Ehegatten übertragen. Man geht dabei von der Idee aus, dass der Ehepartnerin der Ehezeit durch anderweitige Leistungen (Küche, Versorgung der Kinder etc.) zu dem Verdienst des Rentenanspruchs beigetragen hatte. Es handelt sich darum um eigene Anwartschaften auf eine künftige Rente.

Die Neuheirat ändert daran nichts. Die Rentenansprüche verbleiben in Höhe von 40 % bei Ihrer ehemaligen Ehefrau.



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