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Internetflirtportal - Testzeitraum bezahlen?


Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Uwe Peters
Stand: 08.12.2012

Frage:

Habe mich heute bei f. angemeldet, die auch über Facebook Werbung machen. Nachdem ich die Anfrage der Frauen angeschaut habe und Ihnen zurückgeschrieben habe, die online waren, aber keine zurückgeschrieben habe, und stattdesseen eher Angebot ausländischer Damen erhielt die wohl nach einem speziellen Dingen gesucht haben, die ich jedoch nicht will, habe ich mich dazu entschlossen dies zu kündigen. Muss ich den Testzeitraum bezahlen? Habe über deren Serviceplattform gekündigt, da die Firma jedoch in Zypern sitzt und jetzt Wochende ist, habe ich Angst, das die meine Kündigung absichtlich nicht zeitnah bearbeiten, da in den AGBs steht, das Sie meine Kündigung erst als eingegangen gilt, wenn dies bestätigt wird. Da ja nun Samstag ist, hab ich Angst, das ich automatisch in die Monatsverlängerung reinfalle. Was soll ich am besten tun?

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Antwort:

Frage 1.: Muss ich den Testzeitraum bezahlen?

Nein! Die Website von f. enthält zwar Nutzungsbedingungen und eine Datenschutzrichtlinie. Diese werden jedoch in keinster Weise den gesetzlichen Mindestanforderungen der §§ 312 b ff BGB gerecht. Insbesondere wird Ihnen kein 14-tägiges Widerrufsrecht eingeräumt. Unabhängig davon beginnt die Widerrufsfrist gem. § 312 d Abs. 2 BGB abweichend von § 355 Abs. 3 Satz 1 nicht vor Erfüllung der Informationspflichten gemäß Artikel 246 § 2 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und 2 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Dies bedeutet, dass für Sie überhaupt noch keine Fristen zu laufen begonnen haben. Insoweit kommt es nicht darauf an, ob Sie einen Widerruf oder eine Kündigung abgesendet oder eine solche in Zypern eingetroffen ist. Zudem wäre es unzulässig, die Wirksamkeit eines Widerrufs oder einer Kündigung von einer Eingangsbestätigung abhängig zu machen. Denn gem. § 355 Abs. 1 BGB genügt zur Fristwahrung die rechtzeitige Absendung eines Widerrufs (Kündigung). Damit ist im Ergebnis noch kein wirksamer Vertrag, auch kein Probeabo, zustande gekommen.

Frage 2.: Was soll ich am besten tun?

Für Sie besteht weder derzeit, noch künftig Handlungsbedarf. Sie sollten auf E-Mails oder Schreiben, insbesondere auf Rechnungen, Mahnungen oder gar Inkassoschreiben überhaupt nicht reagieren. Denn durch Antworten würden Sie dieser Abzockfirma lediglich Ihre persönlichen Daten bekannt geben, wovor nur gewarnt werden kann.



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TOLL ERKÄRT SO DAS MAN ES VERSTANDEN HAT. SEHR HIFREICH. WÜRDE MICH ZU JEDER ZEIT WIEDER AN SIE WENDEN.

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